20 Migranten stranden am Bahnhof

von Redaktion

Bundespolizei stellt „Reiseorganisator“

Rosenheim – Die Bundespolizei hat am Wochenende zwei Großgruppen am Rosenheimer Bahnhof in Gewahrsam genommen. Die insgesamt 20 Migranten stammen aus der Türkei, Syrien, Afghanistan und Eritrea. Sie waren in zwei Regionalzügen unterwegs, die regelmäßig zwischen Kufstein und München verkehren. Keiner der Männer konnte sich bei der jeweiligen Grenzkontrolle ausweisen. Nach Ankunft in Rosenheim mussten sie die Züge verlassen und den Beamten zur örtlichen Bundespolizei-Dienststelle folgen. Am Bahnsteig trafen die Beamten auf einen weiteren türkischen Staatsangehörigen, der nach ersten Erkenntnissen als „Reiseorganisator“ tätig war. Der mutmaßliche Schleuser wurde festgenommen. Inzwischen befindet er sich in Untersuchungshaft.

Die Bundespolizei geht davon aus, dass ein Türke die Reise der zehn Migranten durch Österreich hindurch organisiert haben könnte. Er wurde festgenommen und am Montag beim Rosenheimer Amtsgericht vorgeführt. Am Samstagnachmittag beendeten die Bundespolizisten ebenfalls am Rosenheimer Bahnhof die Zugreise einer anderen zehnköpfigen Gruppe, die sich aus sieben Syrern, einem Türken, einem Afghanen und einem Eritreer zusammensetzte. Die Bundespolizei schließt nicht aus, dass auch diese Zugfahrt von einem unbekannten Schleuser organisiert worden war. Über das gesamte Wochenende verteilt nahm die Bundespolizeiinspektion Rosenheim auf grenzüberschreitenden Schienen- und Straßenverkehrswegen rund 70 Migranten bei unerlaubten Einreiseversuchen in Gewahrsam.

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