Die wagemutige Schildkröte

von Redaktion

Raus aus dem Trott, rein ins Abenteuer: Ein Programmierer und eine Grafikdesignerin aus Rosenheim haben ein Buch über Schildkröte Hermann veröffentlicht. Wie das Tier Kinder ermutigen und sie inspirieren soll.

Rosenheim – Neue Welten entdecken und raus aus der Komfortzone – dazu wollen Philipp Freilinger und Eva Haupts Kinder mit ihrem Buch „Hermanns Welt“ ermutigen.

Die Schildkröte Hermann soll Jungen und Mädchen als gutes Beispiel dienen. Denn eigentlich ist Hermann bequem und möchte alles so lassen, wie es ist. Jeden Tag beobachtet er die Seerosen und das Wasser im Teich. Doch als seine Freunde etwas Unbekanntes am anderen Uferrand entdecken, begibt sich die Gruppe auf ein aufregendes Abenteuer. Es wird Hermanns Welt verändern. Wie, das wollen Freilinger und Haupts nicht verraten. Das Ende soll schließlich eine Überraschung sein.

„Es steckt immer ein bisschen Wahrheit und Selbstreflexion hinter den Charakteren“, sagt Freilinger. Er habe seine eigenen Erfahrungen einfließen lassen.

Die Idee zum Buch sei bereits 2009 entstanden, als sein Leben ruhiger geworden sei. „Mit den Jahren merkt man, dass man etwas gemütlicher wird“, sagt Freilinger. Mit der Geschichte von Schildkröte Hermann wolle er vermitteln, dass die Menschen mehr aus ihrem Leben machen sollen.

Eva Haupts habe begonnen, erste Bilder zu illustrieren. Die Entwürfe habe sie schnell wieder verworfen, sie hätten ihren Vorstellungen nicht entsprochen. Die Idee ist in den Hintergrund gerückt. Doch als Freilingers erste Tochter vor einigen Jahren auf die Welt kam, blitzte die Idee wieder auf. Und dieses Mal haben der Programmierer und die Grafikdesignerin sie in die Tat umgesetzt – ohne Verlag und in Eigenregie. „Wir wollten das Buch nach unseren Vorstellungen aufbauen“, sagt Freilinger. Zudem hätten sie während der Corona-Pandemie viel Zeit für die Umsetzung gehabt.

Zuerst sollte es nur eine Geschichte für seine Familie und Freunde werden. Nun ist ein Kinderbuch für alle daraus geworden. Im Frühjahr 2022 haben es die Macher veröffentlicht. Neben regionalen Buchläden gibt es das Kinderbuch auch in dem eigenen Onlineshop. Für Freilinger stellen Bücher eine „ausgewogene Beschäftigung“ für Kinder dar.

Es sei notwendig, dass jeder über den eigenen Tellerrand schaut und die Welt erkundet. Das Buch solle die Welt ein kleines bisschen besser machen. Dazu tragen auch die Illustrationen von Eva Haupts bei. Die Freunde betonen, wie besonders die eigens gestalteten Bilder für sie sind. Mithilfe von Bildern können Kinder die Erzählung laut Freilinger auf eine andere Weise erkunden. Die Darstellung könne sie womöglich zum Geschichten-Erzählen inspirieren.

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