Singende Schlafmützen und gruselige Ohrwürmer

von Redaktion

Buntes Faschingskonzert mit facettenreichem Programm des Karolinen-Gymnasiums im Ballhaus

Rosenheim – Beim Faschingskonzert des Karolinen-Gymnasiums im ausverkauften Ballhaus begeisterten die Instrumentalensembles und Chöre sowie Solisten das Publikum durch ihre Musik, spürbare Spielfreude und einer gehörige Portion Witz.

Den Auftakt des Konzerts machte das Schulorchester unter der Leitung von Rainer Heilmann-Mirow. Es entführte das Publikum mit dem Stück „Suzette Valse Musette“ zunächst nach Frankreich und holte im Anschluss mit artistischen Tuba-Klängen das Oktoberfest nach Rosenheim. Danach machten sie einen Ausflug in die Unterwelt mit dem „Can Can“ von Jacques Offenbach. Traditionelle Klänge hatte auch das Volksmusikensemble unter der Leitung von Simon Steinkühler im Gepäck. Mit Streichern, Querflöten und einer steirischen Harmonika verbreiteten die Musiker bayerische Gemütlichkeit und animierten mit Klassikern wie „s‘ Hiatamadl“ und der „Sternpolka“ zum Mitwippen.

Einen besonderen Programmpunkt hatte sich der Unterstufenchor einfallen lassen: Unter Anleitung von Chorleiterin Edith Kaltenbrunner durften die Zuhörer beim gemeinsamen Einsingen mitmachen und so trommelte man sich kräftig auf die Brust oder klopfte den Rücken des Sitznachbarn ab. Mit dem Kanon „Give it up“ und „Supercalifragilisticexpialigetisch“ steckten die jungen Sänger das Publikum mit ihrer großen Singfreude und ihren einstudierten Bewegungen an. Neben den Musik-Ensembles stellten auch verschiedene Solisten ihr Können unter Beweis: Gefühlvoll spielte Josefine Steiner aus der sechsten Klasse ein Stück von Herbert Pixner auf der steirischen Harmonika, später überzeugte Theo Horbaschek, Q11, mit dem Lied „Car’s Outside“. Ihre Virtuosität auf der Harfe demonstrierte Anna Paulus, Q11, nicht nur solistisch, sondern auch gemeinsam mit dem Instrumentalensemble der Oberstufe unter der Leitung von Heilmann-Mirow.

Dass auch die jüngsten Karo-Schüler bereits auf der Bühne auftreten, zeigte das kleine Blechbläserensemble, ehe das große Bläserensemble unter der Leitung von Gerrit Arntz den Saal mit einem warmen und vollen Blechbläserklang füllte. Mit dem Ohrwurm „Ghostbusters“ stellten die Instrumentalisten ihre Musikalität unter Beweis. Der Chor der Jahrgangsstufen acht bis zwölf unter der Leitung von Katrin Gell hatte ebenfalls ein abwechslungsreiches Programm voller Witz vorbereitet: Die Schüler sangen von ihrer Sucht nach heißer Schokolade, unterstrichen durch eine schmissige Tassen-Perkussion. Für Applaus sorgte auch der „Techno-Franz“, der über die Bühne marschierte.

Rockige Klänge schlug die Schulband unter der Leitung von Arntz unter anderem mit dem Kult-Song „A hard day‘s night“ der Beatles an. Mit insgesamt drei Gitarren spielten die Musiker eine gelungene Hommage an die britische Pop-Gruppe. Mit ihrem letzten Song „Enter Sandman“ inspirierte die Schulband das Lehrerchörchen unter der Leitung von Katrin Gell, das anschließend mit „Goodnight, sweetheart“ dem Publikum musikalisch eine gute Nacht wünschte. Dabei überzeugten die singenden Lehrkräfte in Begleitung ihrer Lieblingskuscheltiere und Gute-Nacht-Bücher nicht nur mit ihrer Gesangsdarbietung, sondern auch mit kreativen Schlaf-Outfits.

Wer nun ein bisschen müde war, wurde beim Schlussstück wach gerüttelt. Beim „Time Warp“ aus der Rocky Horror Picture Show sorgten gruselige Gestalten der beiden Chöre zusammen mit Orchester und Band für das große Finale eines facettenreichen und kurzweiligen Musikabends. Die Freude am Musizieren wurde nicht nur hörbar, sondern auch sichtbar, wofür er kräftigem Beifall gab.

Artikel 6 von 11