Ein Niederbayer und zwei Kandidaten

von Redaktion

SPD Rosenheim Stadt begeht traditionellen politischen Aschermittwoch

Rosenheim – Das Ende der fünften Jahreszeit und somit den Beginn der Fastenzeit beging die Rosenheimer SPD traditionell mit einem politischen Aschermittwoch.

„Es ist sehr schön, dass nach drei Jahren pandemiebedingter Pause die Tradition des politischen Aschermittwochs der SPD Rosenheim Stadt wieder aufgenommen werden kann“, sagte einleitend die Vorsitzende der SPD Rosenheim, Elisabeth Jordan. Zum Auftakt des Wahljahres wolle man Politik und Kultur zusammenbringen und so das sozialdemokratische Profil, Lebensfreude und auch Leichtigkeit transportieren.

Der SPD-Kandidat für den Bezirkstag, Jonah Werner, sprach mit Blick auf die sogenannte Generation Z und deren Zukunft an: „Wie kann man meine Generation Generation Z nennen, und sich dann wundern, warum wir Angst haben, die letzte Generation zu sein?“

„Bayern ist nicht nur Tracht, Anzapfen und Bierzelt, sondern hat viele Facetten wie den Folk-Punk von Achtung Brigitte, Jazz im Le Pirate und die vielen anderen vielfältigen Künstler in Stadt und Landkreis Rosenheim“, so Werner. Es sei daher an der Zeit, das „überhebliche Gehabe der CSU“, die gerne behaupte, sie hätte die bayerischen Traditionen und Kultur gepachtet, zu beenden.

Auch Landtagskandidat Thomas Frank ging mit der Landesregierung und den CDU-Bundesgesundheitsministern hart ins Gericht, wenn es um den Bereich Fachkräftemangel im Gesundheitswesen geht: „Es ist nicht mehr nur fünf vor zwölf, sondern bereits tiefschwarze Nacht, farblich passend zum Großteil unserer Landesregierung“.

Man habe das Problem jahrelang weggelächelt und sei sehenden Auges in dieses Dilemma geschritten, machte Frank deutlich: „Es ist nicht mehr attraktiv, im Sozial- und Gesundheitsbereich zu arbeiten, finanziell wie auch den schwierigen Arbeitsumständen geschuldet.“ Ein weiteres Problem sieht Frank in den schier unbezahlbaren Mieten in den bayerischen Ballungszentren. Die Landeshauptstadt entwickele sich durch den Mangel an Wohnraum und die horrenden Mietpreise immer mehr zu einer Zwei- oder Dreiklassen-Landesbildungsstadt. Für den SPD-Landtagskandidaten liegen die Lösungsansätze auf der Hand: „Schaffung von Wohnraum, sozialer Wohnungsbau, Mietpreisbremse wie auch Wohnungsbaugenossenschaften sind die Schlagwörter, die gegen diese ungesunde Entwicklung wirken können.“

Dass bayerische Kultur mehr als weiß-blaue Folklore ist, zeigte auch der Weiherer mit seinem Programm. In niederbayerischer Mundart legte der Liedermacher in seinen sozial- und gesellschaftskritischen Texten die Finger in die Wunde.

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