Kolbermoor – Lesermeinungen zu den Berichten über die Innovationen im Quest Club Kolbermoor und die Schließung des Mini Clubs im Lokalteil:
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„Laut einer Aussage des aktuellen Geschäftsführers des Quest Clubs nutzen nur acht von 1500 Mitgliedern den Mini Club. Ebenso wird dieser als kostengünstiger Ersatz für einen Kita-Platz betitelt, doch dies ist ja ein allgemeines Problem des Clubs. Das Yoga-Angebot wurde bereits über einen längeren Zeitraum von Nichtmitgliedern genutzt, da es keinerlei Kontrollen gab. Club-Personal wird schlagartig entlassen. Ein Wellnessbereich mit Saunen wird parallel zu den Öffnungszeiten angeboten, dessen Betrieb in den Sommermonaten öfter aus energietechnischen Gründen eingestellt wurde. Leistungen werden eingestellt. Es gibt keinerlei Transparenz gegenüber den eigenen Mitgliedern und keinen Willen für eine Anpassung der Monatsbeiträge.
Wenn man damit als Mitglied nicht einverstanden ist, muss man halt selbst die Konsequenzen ziehen. Es ist selbstverständlich, dass ein Geschäftsführer die Verantwortung für getroffene Entscheidungen übernehmen muss, unabhängig davon, ob diese aus eigenem Willen geschehen oder von jemand anders gefordert werden. Natürlich fällt es einem noch leichter, wenn man nur noch einige Wochen in Amt und Würden ist.
Das ist die aktuelle Gegenwart des Quest Clubs. Man kann hier nur hoffen und dem zukünftigen Inhaber alles Gute wünschen, dass dieser den Quest Club aus der Gegenwart abholt und diesen durch neue Innovationen in die Zukunft führt und den einmal guten Ruf des Quest Clubs wiederherstellen kann.“
Lucas Vetterl
Kolbermoor
„Ich fahre gern Fahrrad. Das ist auf dem Weg zur Arbeit in Rosenheim allerdings nicht oft unproblematisch. Sehr oft wird einem als Fahrradfahrer die Vorfahrt genommen. Das Straßenkonzept Rosenheims ist nicht sehr übersichtlich für Autofahrer, die auf Fahrradfahrer acht geben müssen. Damit kann man sich als erfahrener Fahrradfahrer, der so etwas gewohnt ist, einstellen. Für Kinder, die leichter zu übersehen sind und weniger Übung haben, ist dies allerdings deutlich gefährlicher. Auch in anderen Punkten ist Rosenheim alles andere als familienfreundlich. Vor wenigen Jahren gab‘s noch mindestens zwei Fitness-Studios mit Kinderbetreuung. Heute kein einziges mehr.
Seit dem 1. März bietet der Quest Club die Kinderbetreuung nicht mehr an, da sie laut dem neuen Besitzer nicht ins neue Konzept passt. Ich gab mein Kleinkind einmal die Woche in die Betreuung, um mit meiner Frau in Ruhe trainieren zu können, falls das Wetter einen Ausflug in die Berge oder an den See nicht ermöglichte. Ich selbst blieb die ersten Male dort, um mich zu vergewissern, dass mein Kind in guten Händen war und bin zufrieden nach Hause gegangen. Jedes Mal haben viele Eltern die Betreuung in Anspruch genommen, der Bedarf ist also da. Im Gespräch mit diesen Eltern erfuhr ich, dass sich die meisten dieses Studio nur wegen dieses Angebots ausgesucht hatten.
Wenn ich nach München schaue, sehe ich ein anderes Bild. Schulnahe Straßen sind oft übersichtlich gestaltet, sodass Kinder auf dem Fahrrad weniger gefährdet sind und eine Betreuung für die Kinder ist in vielen Fitnessstudios gegeben. Passen Kinder einfach nicht in das Konzept Rosenheims?“
Paul von Mach
Stephanskirchen