Rosenheim – Der Stadtjugendring Rosenheim hat in diesem Jahr viel vor, das wurde bei der Frühjahrsvollversammlung deutlich. Aktuell findet das Young Art Festival statt und in den kommenden Monaten ist einiges für die Kinder und Jugendlichen in der Stadt geplant.
Sonja Gintenreiter löste im November Abuzar Erdogan als Vorsitzender des Stadtjugendrings Rosenheims ab. Für sie war es nun das erste Mal, dass sie die Versammlung leitete. Diese fand nicht wie üblich im Lokschuppen statt, sondern bei der Brothausjugend Rosenheim in der Grubholzer Straße. Zu Gast waren neben den Mitgliedern des Stadtjugendrings auch Vertreter aus Politik und Verwaltung.
Rosenheims Oberbürgermeister Andreas März sprach in seinen Grußworten über die vielen Herausforderungen für Kinder und Jugendliche und nannte dabei Krieg, Pandemie und Inflation. Der Druck nehme zu: „Meinem Eindruck nach setzten sich viele Jugendliche in Schule oder Ausbildung auch selbst unter Druck“. Dementsprechend hoch seien die Herausforderungen für den Stadtjugendring. Ihm und seinen Mitgliedern sprach Rosenheims Stadtoberhaupt Dank und Anerkennung aus: „Das Ehrenamt ist das Rückgrat der Gesellschaft“.
Für die kommenden Monate hat der Stadtjugendring Rosenheim einiges geplant, dazu zählen am 14. Juni das „Fest der Begegnung“ und am 24. Juni das Parkfest. Ende Juni findet das Verbandszeltlager statt und Ende September, vor den Landtagswahlen, die U18-Wahl. Außerdem gibt es die beliebten Ferienprogramme.
„Das Ferienprogramm für Ostern ist bereits ausgebucht“, berichtete Gintenreiter. Zunehmend werde auch nach Angeboten für jüngere Kinder nachgefragt. Darauf wolle man reagieren, so die Vorsitzende des Stadtjugendrings. In den Sommerferien soll es darum eine zusätzliche Gruppe geben. Wichtig ist dem Stadtjugendring Rosenheim auch die Jugendkulturarbeit. Dazu findet derzeit erstmals das „Young Art Festival“ statt, das noch bis Freitag, 31. März, jungen Künstlern aus der Region die Möglichkeit gibt, sich auf der Bühne einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren.
Zu Gast bei der Versammlung war auch Philipp Seitz, der neue Präsident des Bayerischen Jugendrings. Er setzt sich dafür ein, das Wahlalter auf 16 Jahre abzusenken. Dies sei längst überfällig. Seitz zeigte sich zuversichtlich, dass dies bald Realität wird. Finanziell steht der Stadtjugendring Rosenheim auf soliden Füßen, wie aus dem Haushaltsbericht von Geschäftsführer Johannes Merkl hervorging. Dennoch gab es einen „Wermutstropfen“: Das Jugendwohnhaus in der Simsseestraße, eine stationäre sozialpädagogische Jugendhilfeeinrichtung wird zum August, da finanziell nicht mehr tragfähig, aufgelöst.wu