Heimatbühne führt kurzweiligen Dreiakter auf

von Redaktion

Die Schauspieler lösen in der Inszenierung das Rätsel um den „Mörderbuckel“ – Spannung bis zum Finale

Rosenheim – Mit einer grandiosen Umsetzung des Dreiakters „Die Leiche unterm Laminat“ von Andreas Heck, begeisterte die Heimatbühne Rosenheim ihr Premierenpublikum im Vereinsheim der Freien Turnerschaft. Mit Esprit und vortrefflicher Rollenbesetzung inszeniert Regisseurin Martina Klimm ein kurzweiliges, amüsantes Theaterstück. Mit vollem Körpereinsatz und vorlautem Mundwerk hilft Ladislaus (Florian Sieber) von der „angesehenen Fachfirma „Samstag und Schwarz“ Daniela (Susi Zweckstätter) und Heiko (Matthias Bauer) ihr marodes Häuschen zu renovieren.

Dies wäre wesentlich entspannter, wenn Erbtante Traudel (Renate Gantner) als künftig zahlende Untermieterin nicht ständig meckern und mit ihren Kommentaren alle Bewohner nerven würde. Nur der „Russenmafiosi“ Ladislaus bietet der „verschrumpelten Hagebutte“ Paroli. Auch vor Konfrontationen mit der „Erbschleichernichte“ Ludmilla (Marion Bachun) und ihrem „Wackel-Dackel“ Gatten Bertram (Hans Garnreiter) schreckt Ladislaus nicht zurück. Diese „Neureichen“ versuchen alles, um Tante Traudel von Heiko und Daniela fortzulocken, um sie in einem Altenheim unterzubringen. Sogar die Bauverwaltung in Figur von Tina (Anneliese Wieser) hetzen die beiden Denunzianten Heiko auf den Hals.

Als dann plötzlich die Tante verschwindet und ein „Mörderbuckel“ unterm Laminat auftaucht, sind Ludmilla und Bertram nicht mehr zu halten. Ein rasantes Suchspiel beginnt, das auch Taxifahrer Girgl (Martin Stelzer) nicht beenden kann.

Fetzige Dialoge, rasante Ortswechsel und mitreißend spielende Akteure werden mit zahlreichem Szenenapplaus belohnt. Bis zum Schluss bleibt offen, wer denn unter dem „Begräbnishügel“ verborgen liegt, und so bleibt die Spannung nicht nur beim Publikum bis zum Finale erhalten.

Besonders erwähnenswert ist der Benefizgedanke der Heimatbühne Rosenheim. So kommen laut Vorsitzendem Thomas Reichhart zehn Prozent der Erlöse aller verkauften Eintrittskarten dem Kinderschutzbund Rosenheim zugute.

Zu sehen ist das amüsante Theaterstück noch den gesamten April im Vereinsheim der Freien Turnerschaft Rosenheim, in der Klepperstraße 18z. Wenige Restkarten sind noch unter www.heimatbühne-rosenheim.de zu erhalten.csi

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