Rosenheimer Wehren leisten 1386 Einsätze

von Redaktion

Sanierungsbedarf der Halle mit Ausbildungsanlage ist Thema auf Versammlung

Rosenheim – Das Wort „Danke“ stand groß über dem Bericht des Vorsitzenden und Kommandanten Hans Meyrl bei der 163. Mitgliederversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Rosenheim. Dieser Dank ging an die Ehrenamtlichen, die rund um die Uhr dafür sorgen, dass für die Menschen in Rosenheim schnelle Hilfe bei Bränden, Unfällen und sonstigen Notlagen kommt, sowie an die Arbeitgeber für die Freistellung der Einsatzkräfte und den Feuerwehrverein.

Erstmals nach den Pandemie-Jahren fand die Versammlung wieder wie üblich im Frühjahr im Schulungsraum in der Hauptfeuerwache statt. Meyrl berichtete von 1386 Einsätzen aller sechs Rosenheimer Feuerwehren im Jahr 2022 und damit 64 mehr als im Jahr davor. 1024 dieser Einsätze wurden von den 149 Aktiven der Feuerwehr Rosenheim aus der Hauptfeuerwache geleistet.

Professionelle Hilfe setze eine gute Aus- und Fortbildung voraus, so Meyrl. Die sei derzeit aber nicht optimal, da die alte Atemschutz-Kriechstrecke in der Hauptfeuerwache, also eine Anlage zur Ausbildung für Atemschutzgeräteträger, aus Sicherheitsgründen stillgelegt werden musste. Ein Ausweichen auf Anlagen im Landkreis sei nicht möglich, da auch hier die Kapazitäten für eine solche Ausbildung knapp seien. Die Sanierung der 43 Jahre alten Fahrzeughalle mit einer neuen Anlage darin sei dringend erforderlich. Meyrl wandte sich an Oberbürgermeister Andreas März mit der Bitte, trotz der vielen Aufgaben der Stadt Prioritäten zu setzen und zu helfen. März ließ in seinem Grußwort keinen Zweifel daran, dass ein solches Projekt verwirklicht werde, machte aber auch deutlich, dass das nicht so schnell gehen könne wie gewünscht: „Wir machen uns die Entscheidungen nicht leicht, aber angesichts der Finanzlage der Stadt ist das aus eurer Sicht Notwendige nicht in einem Jahr zu schaffen.“ März dankte den Feuerwehrlern im Namen des Stadtrats und der Verwaltung für ihren Einsatz und sprach von einem „guten Gefühl der Sicherheit, der Verlässlichkeit und des Vertrauens in die Feuerwehr“.

Zur Versammlung war auch die Dritte Bürgermeisterin Gabriele Leicht gekommen sowie zahlreiche Stadträte, Kreisbrandrat Richard Schrank, Vertreter von Polizei, Bundespolizei, Rettungsdienst und THW sowie Abordnungen der anderen Rosenheimer Feuerwehren und der Paten-Feuerwehren Schloßberg und Kolbermoor.

Schriftführer Andreas Ziehut berichtete von den Veranstaltungen 2022, darunter der „Tag der offenen Tür“ in der Hauptfeuerwache mit großem Besucherandrang. Kassier Philipp Franke freute sich über ein „positives Ergebnis für die Vereinskasse“, obwohl einige Sponsoren weggebrochen seien und sich die allgemeine Kostensteigerung auch bei der Feuerwehr bemerkbar mache.

Ziehut und Franke wurden einstimmig in ihren Ämtern bestätigt, ebenso die Kassenprüfer Peter Schluttenhofer und Sepp Bichler. Zu Vertrauensleuten wählte die Versammlung Manfred Decker, Jakob Kögl und Thomas Sanftl.

Bald soll eine Kinderfeuerwehr für Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren gegründet werden. Die dazu notwendige Satzungsänderung genehmigten die Vereinsmitglieder einstimmig.

Es gab eine Reihe von Beförderungen und Neuaufnahmen. Der Vorsitzende Meyrl und Stellvertreter Mario Zimmermann übergaben die Urkunden. bin

Beförderungen und Neuaufnahmen

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