Rosenheim – Der Familienbetrieb Festbewirtung Kurz, beheimatet in Kleinpienzenau bei Weyarn im Landkreis Miesbach, wird auch in diesem Jahr wieder in vollumfänglicher Verantwortung das Volksfest Pang veranstalten. Im Gespräch mit den OVB-Heimatzeitungen spricht Festwirt Anian Kurz über die Vorbereitungen für das Frühlingsfest, das am Freitag, 14. April, beginnt.
Herr Kurz, zehn Tage Volksfest Pang stehen Ihnen bevor, wie steht es mit den Vorbereitungen?
Die Vorbereitungen sind bestens im Zeitplan. Im Vertrauen auf meine Familie mit meiner Ehefrau Yvonne, zwei Töchtern und Sohn Thomas, dem festangestellten Koch Alex und einem mittlerweile zuverlässigen Stamm von 20 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen in Küche und Schenke sowie 30 Bedienungen im Service steht einem reibungslosen Ablauf nichts mehr im Wege.
In Zeiten spürbaren
Personalmangels in dieser Branche scheinen Sie fast ein Glückspilz zu sein.
In diesem Genre bin ich kein Neuling und bereits im letzten Jahr konnte ich viele Mitarbeiter wieder für diese Saison gewinnen. Zugleich konnten wir uns kürzlich auf eine längere Vertragszeit für das traditionelle Frühlingsfest mit der Rosenheimer Privatbrauerei Flötzinger einigen, das schafft Vertrauen und hilft.
Was haben Sie sich für Ihre zweite Festwirtszeit in Pang vorgenommen?
Im beheizten Festzelt finden die Gäste heuer noch separate Boxen, das gibt dem Zeltinneren eine etwas gemütlichere Biertischanordnung und hilft bei Tischreservierungen.
Beim Oldtimertreffen am ersten Samstag konnte ich einen Zapfwellenprüfstand für Traktoren gewinnen. Das verleiht der Veranstaltung eine technische Qualität, gerne spendiere ich wieder jedem Oldtimer-Besitzer ein halbes Hendl. Auch der begleitende Schaustellerpark wartet mit einigen Neuheiten auf.
Was kommt auf die Speisekarte?
Neben den traditionellen Speisen wie Wiesn-Hendl, Rollbraten, Bratwürstl und Kasspatzn finden sich Spanferkel vom Grill und Ochsenbackerl auf der Karte. Dazu immer hausgemachte Soßen und Salate. Natürlich achte ich beim Einkauf auf regionale Produkte.
All diese Vorbereitungen kosten Geld. Teuerungen sind an der Tagesordnung. Wie zuversichtlich sind Sie?
Bis das erste Wiesn-Essen verkauft ist, gehe ich mit einer nahezu sechsstelligen Investition in Vorleistung. Das ist unternehmerisches Risiko, trotz wohlwollender Geschäftspartner.
Aber meine Devise ist: Ein Volksfest muss für das Volk sein. Die Preise erschwinglich – auch für die Familie. Gerade schießt die Preisspirale beim Schweinefleisch nach oben – da heißt es scharf rechnen, rechtzeitig reagieren und nichts aus dem Auge verlieren.
Wie ist der tägliche Arbeitsablauf?
Vorgekocht wird bei uns in der Festküche ab 8 Uhr morgens – Soßen, Salate und so weiter. Dann geht’s rund bis vor Mitternacht. Die Zeltreinigung übernimmt jeweils der Nachtdienst.
Was macht ein Wiesnwirt eigentlich im Winter?
Wir helfen befreundeten Gastrobetrieben – hauptsächlich und gerne auf der Speckalm im Sudelfeld. Den Speck von der Speckalm findet man auch auf unserer Brotzeitplatte.
Herr Kurz, Sie haben einen Wunsch frei.
Zehn Tage herrliches Frühlingswetter, zünftige Gäste, abwechslungsreiche, unterhaltsame Abendveranstaltungen und störungsfreie Abläufe. An uns und meinen Mitarbeitern soll es nicht liegen. Wir heißen alle auf das Herzlichste willkommen.
Interview: Franz Knarr