Von Fragen zu Elternzeit bis zur „Vertraulichen Geburt“

von Redaktion

SKF-Beratungsstelle steht Menschen bei Problemen betreffend Schwangerschaft und Familie zur Seite

Rosenheim – Die Beratungsstelle für Schwangerschafts- und Familienfragen des Sozialdienstes Katholischer Frauen Südostbayern (SKF) in Rosenheim berät seit fast vier Jahrzehnten Schwangere und Familien mit Kleinkindern in Fragen rund um Schwangerschaft und Geburt sowie bei auftretenden Unsicherheiten in der Familiengründungsphase und im Leben mit Kind. Sie ist zudem Ansprechpartnerin für Schwangere in sozialen und finanziellen Notlagen. Neben der Beratungsstelle in Rosenheim betreibt der SKF Außensprechtage in Wasserburg und Kolbermoor sowie eine Außenstelle in Brannenburg im Inntal.

Schwangere und werdende Eltern haben einen gesetzlich geregelten Anspruch, sich zu allen Fragen, welche eine Schwangerschaft mit sich bringt, beraten zu lassen. Die individuellen Beratungsgespräche beinhalten Informationen zu gesetzlichen Bestimmungen wie Mutterschutz, Elternzeit und Unterhaltsvorschuss sowie zu familienbezogenen Leistungen wie Elterngeld, Kindergeld, Kinderzuschlag und Bürgergeld et cetera. Im Bürgerhaus Raubling finden regelmäßig Infoveranstaltungen dazu sowie zum Thema Trennung/Scheidung statt. Die Termine werden rechtzeitig in der Presse bekannt gegeben. Im Bürgerhaus gibt es zudem jeden ersten Dienstag im Monat ein Eltern-Kind-Treffen.

Schwangere können sich alleine oder mit Partner in verschiedenen Problemsituationen an die Beraterinnen wenden. Eine Schwangerschaft bringt oftmals, gerade, wenn sie unerwartet ist, Schwierigkeiten in der Paarbeziehung mit sich. Oft stellen sich Überforderungsgefühle ein.

Die Beraterinnen der SKF-Schwangerenberatungsstellen sind alle berufserfahrene Sozialpädagoginnen mit entsprechenden Zusatzqualifikationen in systemischer Eltern-Kind-Interaktion, Trauma-Fachpädagogik, Mediation et cetera und erarbeiten individuell und lösungsorientiert mit den betroffenen Frauen und Familien Wege aus der Krise.

Die Beratung ist kostenlos und unabhängig von Konfession und Nationalität, sie kann auf Wunsch anonym erfolgen. Die Beraterinnen stehen unter Schweigepflicht.

Die SKF-Stellen sind auch Anlaufstelle für Schwangere mit Migrations- und Fluchthintergrund. Die Beraterinnen haben langjährige Erfahrung im Umgang mit unterschiedlichen Kulturen und wissen um die speziellen Nöte und besonderen existenziellen Schwierigkeiten betroffener Familien, sodass gemeinsam nach zukunftsorientierten Lösungen gesucht werden kann, um die oftmals belastende Lebenssituation positiver zu gestalten.

Frauen, die sich in Notsituationen befinden, können sich anonym, unter Angabe eines Pseudonyms anstelle ihres Namens zur sogenannten Vertraulichen Geburt beraten lassen. Seit 2014 gibt es ein Gesetz, welches einer Schwangeren in solch einer belastenden Situation erlaubt, ihr Kind medizinisch betreut in einer Einrichtung der Geburtshilfe auf die Welt zu bringen, ohne ihren Namen preisgeben zu müssen. Das Kind wird nach der Geburt in die Obhut einer Pflege- beziehungsweise Adoptivfamilie gegeben und kann in einem bestimmten Verfahren ab dem 16. Lebensjahr beim Bundesamt für Familie und gesellschaftliche Aufgaben seine Herkunft erfragen. Für dieses Verfahren ist eine Fachkraft für vertrauliche Geburt an der Schwangerenberatungsstelle zuständig, die die schwangere Person bei der Entscheidung begleitet.

Termine in Rosenheim, Wasserburg und Kolbermoor können unter Telefon 08031/31412 oder per E-Mail an schwangerenberatung-rosenheim@skf-prien. de vereinbart werden. Termine in der Beratungsstelle Brannenburg sind unter Telefon 08034/6369252 oder per E-Mail an beratung-inntal@skf-prien.de zu vereinbaren.

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