Ein Fest für das Wirtshaus und die Musik

von Redaktion

Interview Organisator Valentin Thannbichler über die musikalische Roas durch die Stadt

Rosenheim – Valentin Thannbichler hat sich den Termin bereits dick in seinem Kalender markiert. Am Vorabend des 1. Mai haben die Rosenheimer im Rahmen der Wirtshaus Roas wieder die Möglichkeit 25 verschiedene Wirtshäuser zu besuchen – an einem Abend. Der pausenlos verkehrende Wirtshaus Roas Express bringt die Besucher zu den jeweiligen Wirtshäusern. Sowohl in den Bussen als auch in den jeweiligen Lokalen sorgen Musiker für die entsprechende Unterhaltung. Vorab stellt sich der Leiter der Marketingabteilung den Fragen unserer Zeitung.

Am 30. April findet die dritte Rosenheimer Wirtshaus Roas statt. Woher stammt die Idee?

In Traunstein gibt es die Wirtshaus Roas schon relativ lange. Wir haben uns dann 2018 dazu entschieden das Konzept in Rosenheim umzusetzen. Rosenheim ist für uns die optimale Stadt. Es gibt den großen Bezug zur bayerischen Kultur, sowie herausragende Partner, sowohl unter den Brauereien mit Flötzinger und Auer Bräu, als auch im Bereich der Gastronomen und der Medienlandschaft.

Wie schwer war es, Wirtshäuser zu finden, die an der Wirtshaus Roas teilnehmen und ihr Lokal für einen Abend kostenpflichtig machen?

Im ersten Jahr muss man immer viel erklären, was wir machen und warum man an einem, gastronomisch gesehen, herausragenden Tag wie dem 30. April, sein Lokal kostenpflichtig machen soll. Spätestens aber nach der Veranstaltung sind diese Bedenken aber nicht mehr existent.

Über 25 Künstler haben bereits zugesagt. Wie gelingt es so viele Musiker für einen Abend zu gewinnen?

Zum einen ist es unser Konzept, das bei den Musikern sehr gut ankommt. Des Weiteren sind Kontakte sehr wichtig, die unser Verantwortlicher Günter Wimmer über Jahre aufgebaut hat und der zu allen Künstlern eine gute und enge Beziehung pflegt.

Wer ist die Zielgruppe der Wirtshaus Roas?

Grundsätzlich jeder, der gerne ins Wirtshaus geht und der die bayerische Vielfalt genießen möchte.

Hört sich an, als ob Lederhose und Dirndlgewand Pflicht sind.

Nein. Bayern ist ja mehr als Tracht. Es kommen natürlich viele Besucher in Tracht, da die Wirtshaus Roas, zum einen ja die Tradition bewahren will, zum anderen vom Zeitpunkt her auch eine der ersten Veranstaltungen ist, auf welcher man in Tracht weggeht. Pflicht ist es aber nicht.

Was unterscheidet die Wirtshaus Roas ihrer Meinung nach von anderen Veranstaltungen in Bayern?

 Wir feiern ganz bewusst, die Wirtshäuser und die bayerische Musik. Anders als bei einer klassischen Nacht der Musik, werden eben auch traditionelle Wirtshäuser bespielt.

Wie lange dauern die Planungen für einen solchen Abend?

Wir starten immer direkt nach der Veranstaltung. In Rosenheim haben wir ja mit dem 30. April einen gesetzten Termin. Dennoch sprechen wir die Wirte wieder an, ob alle zufrieden waren und wen wir wieder einplanen dürfen. Die heiße Phase ist dann immer circa fünf Monate vorher. Hier werden die Bands finalisiert und die Werbung beginnt.

Wird es auch im kommenden Jahr eine Wirtshaus Roas in Rosenheim geben?

Wir planen auch am 30. April 2024 wieder in Rosenheim die Nacht zum Tag zu machen und die Wirte, die Tradition und unsere herausragenden Künstler zu feiern.

Ihr Wunsch für den Abend?

Unser Wunsch ist es, dass alle Besucher friedlich miteinander feiern und die verschiedenen Lokale, in welche sie ansonsten nicht zwingend gehen, besuchen und erleben.

Tickets gibt es noch im Vorverkauf beim Ticketzentrum Kroiss und bei allen Lokalen an der Abendkasse.Interview: Anna Heise

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