Leserforum

Forderung nach der Biotonne

von Redaktion

Zum Bericht „Kritik an Biotonne wächst: So wollen Rosenheimer Rentner den Beschluss kippen“ (Lokalteil):

Seit 2015 gilt das Kreislaufwirtschaftsgesetz. Das heißt: Um möglichst viel Müll zu vermeiden, muss dieser getrennt gesammelt und wiederverwertet werden. Gerade Speisereste und Küchenabfälle machen ohne Trennung fast die Hälfte des Restmülls aus. Laut Bayerischem Landesamt für Umwelt (LfU) werden mittlerweile 76,5 Kilogramm Biomüll aus der Biotonne pro Jahr und Einwohner in Bayern gesammelt, wobei Oberbayern mit 58,6 Kilo am schlechtesten abschneidet.

Nennenswerte Mengen an Bioabfall werden nur im Holsystem gesammelt. Mit dem bestehenden Bringsystem liegt der gesammelte Bioabfall in der Stadt Rosenheim unter einem Kilogramm pro Einwohner und Jahr, im Landkreis beträgt die Menge nur etwas mehr. Die meisten Küchenabfälle landen im Restmüll, seit 2015 nicht mehr erlaubt.

Aus diesem Biomüll kann Biogas hergestellt werden, welches nach Aufbereitung als Bioerdgas verwendet werden kann. In der Energiekrise ist das wichtiger denn je, um unabhängiger von Importen zu werden.

Unabhängig davon stelle ich mir schon die Frage, warum sich gerade der Seniorenbeirat für eine Bringsystem mit weiten Wegen einsetzt und nicht für eine Biotonne vor der eigenen Haustür. Näher geht es nicht. Das sollte doch gerade für Senioren sehr wichtig sein!

Wolfgang Kalau

Rosenheim

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