Finsterwalder-Gymnasium jetzt Fairtrade-Schule

von Redaktion

In Feierstunde außergewöhnliches Engagement der P-Seminar-Teilnehmer gewürdigt

Rosenheim – Wo kommt eigentlich meine Schokolade her? Wer hat die Bohnen für meinen Kaffee angebaut und geerntet? Wer hat mein neues T-Shirt genäht und mein Smartphone hergestellt? Solchen und ähnlichen Fragen ging das P-Seminar „Fairtrade“ am Sebastian-Finsterwalder-Gymnasium in den vergangenen zwei Jahren nach. Herausgekommen ist die Zertifizierung der Schule zur „Fairtrade-Schule“, die in einer kleinen Feierstunde gewürdigt wurde.

„Wir konsumieren jeden Tag und treffen ständig Kaufentscheidungen, mit denen wir darüber mitbestimmen, wie gut andere Menschen von dem leben können, was sie herstellen. Um unseren Konsum sicherzustellen, müssen viele Menschen auf der Welt sehr hart arbeiten, häufig unter menschenunwürdigen Bedingungen.

Oft sind wir uns dessen gar nicht bewusst, wenn wir im Supermarkt nach der Banane oder im Kaufhaus nach der neuen Jeans greifen,“ erläutert Schüler Leonard Hädicke die Hintergründe. Die Teilnehmer des P-Seminars erhielten im Verlauf ihrer Projektarbeit nicht nur Einblicke in die Strukturen des Welthandels, sondern informierten auch unter anderem mit verschiedenen Plakataktionen, dem Verkauf fair gehandelter Produkte, Unterrichtseinheiten und Infoflyern die Schulgemeinschaft über den Fairen Handel und regten dazu an, selbst auch bewusster einzukaufen. Schulleiterin Brigitte Würth, Dr. Beate Burkl als Vorsitzende des Fördervereins „Fairtrade- Stadt Rosenheim“ sowie Helmut Enzinger von den Weltläden Brannenburg und Rosenheim würdigten in ihren Grußworten bei der Zertifizierungsfeier das Engagement der Schülerinnen und Schüler.

Im Sinne des bekannten afrikanischen Sprichworts „Viele kleine Leute, die an vielen kleinen Orten viele kleine Dinge tun, können das Gesicht der Welt verändern“ machten sie der Schulgemeinschaft Mut, sich weiterhin für eine „Fair-Besserung“ der Welt einzusetzen. Die Auszeichnung zur Fairtrade-Schule, die im Anschluss von der Eine-Welt-Promotorin Sandra Mulzer verliehen wurde, soll auch als Anreiz verstanden werden, den Einsatz für die Fairtrade-Idee am Sebastian-Finsterwalder-Gymnasium fortzuführen und zu intensivieren, wie es sich auch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des P-Seminars von Anfang an gewünscht hatten. Ideen dafür konnten beim anschließenden fairen Snack-Buffet gleich geschmiedet werden. So wird sich zum Beispiel ein P-Seminar ab dem kommenden Schuljahr mit fairer Mode beschäftigen und es ist ein Arbeitskreis zum fairen Handel in Planung.

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