Zur Berichterstattung über die geplante Einführung der Biotonne, erschienen im Lokalteil:
Es ist schon erstaunlich, mit welcher Vehemenz in manchen Kreisen der Beschluss des Stadtrates „Pro Biotonne“ verteidigt wird. Dabei wird gerne unterschlagen, dass die Gesetzgeber vom Europaparlament über den Bundestag und den Landtag bis zum Bezirkstag ausdrücklich beide Variationen „häusliche Biotonne“ (Holsystem) und „dezentrale Sammelstellen“ wie Wertstoffinseln (Bringsystem) freigestellt haben.
Wohl wissend, dass die örtlichen Gegebenheiten verschieden sein können. Zum zweiten wird ebenfalls gerne unterschlagen, dass wir mit unserer Aktion einen Bürgerentscheid anstreben. Erst dabei sollen und werden die Rosenheimer Bürger entscheiden, ob sie tatsächlich häusliche Biotonnen oder Sammelstellen haben wollen.
Ich will nicht verhehlen, dass wir die Entscheidung des Stadtrates vom 26. Oktober 2022 für falsch halten. Jedoch – so meinen wir – sollten in einer solchen Frage, die alle Bürger der Stadt direkt betrifft, diese auch selber entscheiden können. Das ist gelebte Demokratie die wir jeder anderen Denkweise vorziehen.
Günter Wiesholler
Seniorenbeirat
Rosenheim