Gedenktafel für die Opfer der Bombenangriffe

von Redaktion

CSU stellt Antrag an Oberbürgermeister März – Beitrag zur Erinnerungskultur der Stadt Rosenheim

Rosenheim – Im Zuge der Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes soll eine Gedenktafel für die Opfer der Bombenangriffe auf den Rosenheimer Bahnhof während des Zweiten Weltkriegs 1944 bis 1945 errichtet werden. Das hat die CSU in einem Antrag an Oberbürgermeister Andreas März (CSU) gefordert.

Die Tafel soll der Fraktion zufolge folgende Inschrift tragen: „Die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Rosenheim gedenken der mehr als 200 Opfer der Luftangriffe während des Zweiten Weltkriegs von 1944 bis 1945. Den Toten zur Ehre, den Lebenden zur Mahnung.“

Vom 20. Oktober 1944 bis zum 21. April 1945 wurden von den alliierten Bomberverbänden 14 Luftangriffe auf Rosenheim geflogen, die 201 Todesopfer forderten. Als bedeutender Verkehrsknotenpunkt der Schnittstellen München – Salzburg – Wien beziehungsweise München – Innsbruck – Italien wurden vor allem der Bahnhof und die umliegenden Gebäude bombardiert. Schwer getroffen wurden auch die Klepperwerke.

Der schwerste Angriff fand laut CSU am 18. April 1945 statt, als circa 1300 Sprengbomben aus 200 Flugzeugen auf den Bahnhof fielen und diesen komplett zerstörten. Bilanz dieses Angriffs, der nur von 14.40 bis 14.55 Uhr dauerte, waren 53 Tote, 36 Verwundete und über 800 Obdachlose. „Diese Gedenktafel soll zu einer aufrichtigen Erinnerungskultur der Stadt Rosenheim beitragen“, heißt es.

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