Rosenheim – Zu wenig Personal mit der Folge von Filialschließungen. Ein Szenario, das die meisten Unternehmen vermeiden wollen. Vor allem in der Bäckerei-Branche wird das aber immer mehr zur Realität. Aktuell schließt die Hofpfisterei drei ihrer Filialen in der Münchner Innenstadt. Auch in Rosenheim hat die Bäckerei zwei Standorte. In der Heilig-Geist-Straße und auch im Bahnhof in Rosenheim.
Noch gibt es aber keinen Grund zur Sorge: Die beiden Filialen seien aktuell nicht gefährdet und werden weiter betrieben, heißt es auf Anfrage bei der Hofpfisterei. Die Hofpfisterei ist aber nicht das einzige Unternehmen, das sich mit dem Thema Personalmangel auseinandersetzen muss. Sprecher der Bäckereien in Rosenheim berichten von ähnlichen Problemen. Auch für die Bäckerei Bergmeister aus Rosenheim spielt Personal eine wichtige Rolle. „Wir würden uns mehr flexible Mitarbeiter wünschen“, teilt eine Mitarbeiterin des Unternehmens mit. Auf einer Skala von eins bis sechs befände man sich bei einer drei. Das heißt, noch komme man zurecht, jedoch dürften es nicht weniger Mitarbeiter werden.
Bei der Bäckerei Bauer mit Sitz in Stephanskirchen verhält es sich ähnlich. Die Lage sei sehr eng, auch hier wünscht sich das Unternehmen mehr Personal.
Was aber sind die Strategien, um Fachkräfte anzuwerben? Die Bäckerei Bergmeister bietet unter anderem Personalrabatte sowie eine Wunschliste mit Schichteinteilung und Urlaub an, um Privatleben und Arbeit so gut es geht miteiander zu verbinden.
Die Bäckerei Bauer wirbt ebenfalls mit Personalrabatten, bezahlt Fortbildungen oder stellt das Dienstrad-Leasing „JobRad“ zur Verfügung.
Auch eine Mitarbeiterin der Hofpfisterei äußerte sich zu deren Strategien. Sozialleistungen wie Kleidergeld oder Fahrtkostenzuschüsse sollen neues Personal zur Bewerbung anregen. Die Bäckereien Miedl und Huber in Rosenheim wollten sich zum Thema nicht äußern. Anna Baumann