Rosenheim – Nachdem sich die Rosenheimer Stadträte mehrheitlich für die Einführung der Biotonne im Holsystem ausgesprochen hatten, haben die Rosenheimer Grünen jetzt beantragt, eine Öffentlichkeitskampagne zu starten.
In einem Antrag an Oberbürgermeister Andreas März (CSU) fordern sie die Verwaltung auf, die Bürger noch vor der Einführung im Jahr 2025 umfangreich zu informieren. Sei es über Anzeigen in der Lokalpresse, Flyer, Hauswurfsendungen oder über Beiträge in Lokalradio, Fernsehsender und im Internet.
„Aktuell sind viele Fehlinformationen zum Thema Biotonne im Umlauf“, heißt es in dem Antrag. Die Bürger seien verunsichert und müssten den Rosenheimer Grünen zufolge von Anfang an beim Thema Biotonne mitgenommen werden. „Da hilft nur Transparenz und Aufklärung“, sind die Grünen überzeugt.
In ihrem Antrag weisen sie nochmals darauf hin, dass die getrennte Sammlung von Bioabfällen verpflichtend ist. Laut dem Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU) seien im Bilanzjahr 2021 insgesamt 83 von 96 Landkreisen und kreisfreien Städten in Bayern an eine Biotonne im Holsystem angeschlossen. Am 26. Oktober 2022 hätten auch die Mitglieder des Rosenheimer Stadtrats mehrheitlich die neue Abfallwirtschaftssatzung mit der Einführung der Biotonne im Holsystem beschlossen.
Kritisiert wurde diese Entscheidung bereits vom Rosenheimer Seniorenbeirat. Um den Stadtratsbeschluss aufzuheben, haben die Senioren jetzt ein Bürgerbegehren unter dem Motto „Nein zur häuslichen Biotonne in Rosenheim“ initiiert.
2800 Unterschriften sind nötig, um einen Bürgerentscheid zur Biotonne zu erzwingen.