Frischer Wind im Rosenheimer Nachtleben

von Redaktion

Lukas und Hendrik aus Raubling haben das „Cave“ an der Samerstraße in eröffnet

Rosenheim – Lukas und Hendrik dürfen sich jetzt offiziell als Barbesitzer bezeichnen. Die beiden Jungs betreiben seit Kurzem das neue „Cave“ in der Samerstraße in der Rosenheimer Innenstadt. Der Einfall dazu kam mehr oder weniger aus einer spontanen Idee heraus. Zwar haben die Neugastronomen sich schon länger danach gesehnt, sich eine Selbstständigkeit aufzubauen, doch nun können sie ihr Vorhaben auch endlich in die Tat umsetzen.

Nebentätigkeit
als Türsteher

Als sie zufällig auf einem Immobilien-Portal im Internet über die Anzeige für die Location in der Samerstraße stolperten, mussten sie einfach zuschlagen. Die Idee für den Barclub entwickelte sich dann wie von alleine, denn während Lukas immer schon von seiner eigenen „Boazn“ träumte, hatte Hendrik in seiner jahrelangen Nebentätigkeit als Türsteher genug davon, Nachtlokale nur von außen zu sehen. „Ich wollte endlich auch mal in eine Bar hineinschauen“, sagt er mit einem Augenzwinkern.

Binnen kürzester Zeit haben die beiden 25-Jährigen den Laden dann auf Links gedreht und im Handumdrehen war das „Cave“ aus dem Boden gestampft und konnte im Mai bereits das große Opening feiern. Dabei haben die beiden Betreiber eigentlich gar nichts mit Gastronomie am Hut, was die Schöpfungsgeschichte des „Cave“ nur noch beeindruckender macht. Während Lukas seinen beruflichen Werdegang als Logistikfachwirt startete, ist Hendrik ursprünglich gelernter Rechtsanwaltsfachangestellter.

Auch der Name für die Bar war für die Jungs sofort naheliegend. Die beiden Raublinger erzählen, dass sie sich früher schon mit ihren Kumpels oft zu gemütlichen Männerabenden in Hendriks großräumigem Keller getroffen haben. Irgendwann hat sich für das Untergeschoss der Name „Mencave“, also Männerhöhle entwickelt. Auch das neue Nachtlokal liegt untergeschossig, „Cave“ war daher nur logisch, vor allem weil es auch noch kurz und prägnant ist.

Die Location bietet einladendes Ambiente und zwanglose Stimmung zu fairen Preisen. Musiktechnisch liefert das „Cave“ viele Richtungen, samstags geht es meist eher in Richtung Hip-Hop und R&B, auch eine Latinonight ist geplant. Ein besonderes Alleinstellungsmerkmal sind die Karaoke-Nächte. Jeden Donnerstag haben hier alle mehr oder weniger ambitionierten Sänger die Möglichkeit am offenen Mikrofon ihr Können unter Beweis zu stellen. Dabei gibt es Happy Hours, Shots, Snacks und weitere Specials. Diese Idee umzusetzen war Lukas und Hendrik besonders wichtig und darauf sind sie auch sehr stolz, denn mit diesem Konzept sind sie die Einzigen in der Region.

Freitags ist der Club dann zu vermieten, beispielsweise für Firmenfeiern oder private Geburtstage. Bis zu 80 Personen finden dabei in dem Etablissement Platz. Samstag wird dann gefeiert, mit DJ und allem drum und dran. Auch hier sind die Betreiber offen. „Interessierte DJs dürfen sich jederzeit gern melden.“ Wer mehr zu neuen Events erfahren will, bleibt auf Instagram up to date.

Über eine
zerplatzte Bierflasche

Für den ersten Monat ziehen die beiden Raublinger eine mehr als positive Bilanz. Sie berichten von einer „vollen Hütte – viel besser als erwartet“ und auch die Karaoke-Nächte finden eine Menge Anklang und laufen mehr als nur nach Plan. Ein kleines Malheur gab es dennoch zum Start, wie die Beiden erzählen. Gleich in den Vorbereitungen zur Eröffnung ist völlig unvermittelt eine Bierflasche vor ihren Augen explodiert. Nachdem das zunächst ein kleiner Schock war, sehen Hendrik und Lukas das allerdings eher als gutes Zeichen, denn „Scherben bringen ja bekanntlich Glück.“

Tim Niemeyer

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