Rosenheim – Am Bahnhof in Rosenheim hat die Bundespolizei am Mittwochabend eine neunköpfige Gruppe in Gewahrsam genommen. Die vier Erwachsenen und fünf Minderjährigen waren den Fahrkarten zufolge mit dem Eurocity von Verona aus gereist.
Wie sich herausstellte, handelte es sich um syrische Familien. Die Kinder im Alter von fünf bis 13 Jahren waren in Begleitung ihrer Eltern. Nach Abschluss der grenzpolizeilichen Maßnahmen wurden die Migranten einer Aufnahmestelle für Flüchtlinge zugeleitet. Die Erwachsenen hatten angegeben, in Deutschland um Schutz nachsuchen zu wollen.
Dagegen wurden zuvor acht andere Syrer nach Österreich zurückgewiesen. Die sechs Erwachsenen und zwei Kinder, sechs und zwölf Jahre alt, waren auf der Inntalautobahn (A93) in zwei aufeinander folgenden Reisebussen in Richtung Rosenheim unterwegs. Ausgangspunkt der Busfahrt war Venedig. Den Bundespolizisten gegenüber konnten sie sich in der Grenzkontrollstelle auf Höhe Kiefersfelden nicht ausweisen. Wie sich bei den Ermittlungen herausstellte, sind die acht Syrer bereits in Italien wohnhaft. Die erwachsenen Migranten wurden wegen illegaler Einreise angezeigt und der österreichischen Polizei überstellt.