Rosenheim – Die drei Rosenheimer Stadtteilkirchen „Inn“, „Am Zug“ und „Am Wasen“ sollen zu einer gemeinsamen Stadtkirche und damit zum größten Pfarrverband in der Region verschmelzen (wir berichteten). Dies soll noch in diesem Jahr erfolgen. Doch wer wird künftig zusammen mit Haupt- und Ehrenamtlichen an der Spitze der rund 24000 Gläubigen stehen? Die Pressestelle im Erzbischöflichen Ordinariat München und Freising äußerte sich jetzt auf Anfrage der OVB-Heimatzeitungen erstmals zum Stand des Bewerbungsverfahrens.
„Die Stelle ist derzeit in unserem internen Stellenportal ausgeschrieben“, so Sprecherin Ursula Hinterberger. Das bedeutet, dass interessierte Priester aktuell die Möglichkeit haben, sich für den Posten als neuer Rosenheimer Stadtpfarrer zu bewerben. Die eingegangenen Unterlagen kommen in die Priester-Personalkommission. Dort ist es schließlich Erzbischof Reinhard Kardinal Marx, der über die Personalie in Rosenheim entscheidet. „Ein Ergebnis werden wir zeitnah bekannt geben“, informierte Hinterberger. Ein konkretes Datum nannte die Sprecherin zwar noch nicht. Fest steht aber bereits, dass der Zeitplan ambitioniert ist. Denn bereits Anfang Dezember soll es offiziell „losgehen“. Und dazwischen liegt auch noch die Urlaubszeit. „Zum Advent dieses Jahres beginnt der Aufbauprozess für eine Stadtkirche Rosenheim“, heißt es aus München. Unter der Leitung eines gemeinsamen Pfarrers sind dann in der neuen Stadtkirche insgesamt neun Pfarrkirchen eingeschlossen – von Mariä Himmelfahrt im Süden bis St. Michael im Norden sowie sämtliche Filialen in Rosenheim.
Zwei Vikare unterstützen den neuen Pfarrer. Vikare sind Priester, die dem neuen Stadtpfarrer unterstellt sind. Zudem sind eineinhalb Stellen für pastorale Mitarbeiter wie Gemeindereferentinnen vorgesehen. Außerdem stehen dem Seelsorgeteam viele Ehrenamtliche zur Seite, die sich in Rosenheim beispielsweise als Lektoren engagieren. aez