Die erste Etappe im Leben geschafft

von Redaktion

Abiturfeier des Sebastian-Finsterwalder-Gymnasiums – 133 Absolventen

Rosenheim – Wer denkt nicht immer wieder einmal an die eigene Schulzeit zurück, teils mit nostalgischen, teils vielleicht auch mit zwiespältigen Gefühlen. Eingeprägt hat sich auch das Gefühl, das mit dem Schulabschluss langsam, aber immer mehr zur Gewissheit wird, eine wesentlich erste Etappe im Leben ist geschafft, ungewiss liegt jedoch die Zukunft vor einem.

Leichtigkeit und Schwere der Freiheit

Diese besondere Situation stellt Schulleiterin Brigitte Würth in ihrer Rede in den Mittelpunkt der Betrachtungen, ausgehend von einem Zitat aus Pascal Merciers Roman „Nachtzug nach Lissabon“. Hier beschreibt eine der Hauptpersonen im Rückblick diesen Zustand so, dass die neu gewonnene Freiheit eine bisher nicht gekannte Leichtigkeit mit sich gebracht habe, gleichzeitig aber mit einer Schwere einhergegangen sei, angesichts der Ungewissheit, die vor einem gelegen habe.

Die Schulleiterin ermuntert dazu, dass die Ungewissheit im Vakuum zwischen schulischer Vergangenheit und unklarer Zukunft aber gerade keine Last mit sich bringen sollte.

Mit dem Abitur verfügen die Abiturienten über ein wertvolles „Papier“, hinter dem sich ein allgemein anerkannter „Schatz“ verberge. Dieser „Schatz“, die in der Schulzeit erworbene Bildung in Form von Wissen und Können, Herz und Charakter stelle eine feste Grundlage dar, um mit Selbstvertrauen und Mut ins Leben zu schreiten, schloss Schulleiterin Brigitte Würth.

Für den Elternbeirat beglückwünschten Kathrin Meyer und Stefan Kumberger die Abiturienten zu ihren Leistungen. Gerade die bereits gemeisterten Schuljahre und die in dieser Zeit gewonnenen Erfahrungen ermöglichen es, mit Zuversicht in die Zukunft zu blicken und Verantwortung zu übernehmen. Entscheidend ist, für sich selbst den richtigen Weg zu finden und damit einen erfolgreichen Lebensweg zu beschreiten.

In einer ironisch-humorvollen Rede charakterisierten Lilly Zellner und Hari Pottayil stellvertretend für ihren Abiturjahrgang die Schulzeit auch als Achterbahn der Gefühle. Jeder habe eine besondere Beziehung zur Schule aufgebaut, entscheidend sei aber vor allem die Frage, was das Sebastian-Finsterwalder-Gymnasium ausmache: Es sei der Spannungsbogen zwischen Bodenständigkeit und Vielfältigkeit, der sich in Gemeinschaft und Zusammenhalt ausdrücke. Oder anders formuliert: Die Bindung in guten wie in schlechten Zeiten, bis das Abitur die Gemeinschaft scheide. Lilly Zellner und Hari Pottayil dankten den Eltern, Lehrkräften und insbesondere auch den beiden Oberstufenkoordinatoren Manfred Mauler und Monika Braunweiler für die Unterstützung in den beiden letzten Jahren.

Schließlich kam der zentrale Teil der Feier: die Übergabe der Abiturzeugnisse und die Ehrung für besonderes Engagement im Schulleben. Von den 133 Abiturienten erreichten in diesem Jahr 16 einen Zeugnisdurchschnitt von 1,5 und besser, davon vier mit der Traumnote 1,0: Cinzia Agola, Maxi Grill, Hari Pottayil und Tamara Weidlich.

Oberstufenkoordinator Manfred Mauler moderiert die Übergabe der Zeugnisse sowie die Ehrung für besondere außerunterrichtliche Leistungen im Dienste der Schulgemeinschaft, zum Beispiel im Schulsanitätsdienst, in den Musikensembles der Schule oder als Schülersprecher. Die Georg-Dax-Stiftung der Firma Kathrein zeichnet die vier besten Abiturienten mit dem Schnitt von 1,0 mit einem Preisgeld von jeweils 500 Euro aus.

Wie auch in den vergangenen Jahren stiftet die Firma Adphos aus Bruckmühl einen mit 300 Euro dotierten Physik-Abiturpreis, der in diesem Jahr Cinzia Agola und Lorenz Weingart für sehr gute Leistungen im Physikabitur verliehen wurde. Die besten Absolventen wurden außerdem durch ein Buchgeschenk, das vom Förderverein gestiftet wurde, besonders geehrt.

Bigband, Bassistin
und Schulchor

Musikalisch umrahmt wurde die Feier von der Bigband des SFG, die mit „Take on me“ eröffnete sowie vom großen Chor, der unter anderem „Elija Rock“ zum Besten gab. Arteida Krasniqi „verabschiedete“ sich mit dem Stück „Bass-Power“ von Stefan Scheicher als langjährige Kontrabassistin im Orchester. Geleitet und begleitet wurden die beiden Ensembles und die Solistin von den Musiklehrern Walther Senz, Alexander Gell und Michael Eschlbeck.

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