Rosenheim – Das „Turnier der Hoffnung“ ist ein Benefizfußballturnier im Rahmen der „Tour der Hoffnung“ – eine alljährliche Radtour, bei der Spenden für Kinder gesammelt werden, die an Leukämie erkrankt sind. Am Sonntag machte die Tour Station im Jahnstadion des TSV 1860 Rosenheim. Erstmals fand die Tour 1983 statt und führte von Gießen nach Hamburg. Seitdem konnten über 36 Millionen Euro für die Förderung der Forschung und den Bau von Kinderkrankenhäusern erzielt werden.
„Katze von Anzing“ zu Gast in Rosenheim
Zum Fußballturnier in Rosenheim fanden sich auch Stargäste ein: Die Fußball-Legenden Jupp Kapellmann, Klaus Augenthaler, Felix Magath und Paul Breitner gaben sich die Ehre – und ohne Voranmeldung schaute auch Sepp Maier vorbei.
„Des is aba a truckane Baustäi, gibt’s den do koa Weißbier?“, meinte die „Katze von Anzing“, wie die Torwartlegende Sepp Maier vom FC Bayern genannt wird, in seiner unnachahmlichen Art grinsend. Bei den tropischen Temperaturen mehr als verständlich.
Paul Breitner, in Kolbermoor aufgewachsen und bis zur vierten Klasse dort wohnhaft, konnte sich noch gut erinnern, als er beim SV Kolbermoor in der Schülermannschaft spielte und mit dem Fahrrad zu einem Spiel gegen 1860 Rosenheim fuhr. „Danach ging ein gewaltiges Unwetter über die Region, das habe ich nicht vergessen.“
Ein buntes Programm wie eine Typisierungsaktion, Infostände, eine Hüpfburg, Musik, Vorträge und Tombolas begleiteten das Turnier. Dabei wurden fleißig Spenden gesammelt. Laut Organisator Luis Kapellmann, Sohn von Dr. Jupp Kapellmann, der als Orthopädie- Facharzt in Rosenheim-Happing praktiziert, waren bis zum Sonntagabend aus Spenden und Sponsorengeldern rund 1400 Euro zusammengekommen.
Starbulls Rosenheim sammeln mit
Etwa 100 Personen, darunter die Fußballmannschaften, ließen sich bei der Veranstaltung zudem typisieren, um als mögliche Blutspender für Leukämiekranke in Frage zu kommen. Das Spektakel des Tages war das Torwandschießen zwischen den Starbulls-Spielern Kilian Kühnhauser, Dominik Kolb, Maxi Vollmayer und Dominik Daxlberger auf der einen und den anwesenden Fußballer-Legenden auf der anderen Seite. Als Einziger traf am Ende Felix Magath ins „Runde“ und sicherte sich somit den Prestigesieg in dem Wettbewerb.
Kunstturnlegende Eberhard Gienger und sein Freund Klaus Renz, Weltmeister im Fallschirmsprung, landeten wenig später mit dem Fallschirm auf dem Spielfeld. Außerdem spielten acht Fußballmannschaften im Kleinfeldturnier einen Sieger aus. Im Finale standen zwei Teams vom TSV 1860 Rosenheim, nachdem der TuS Holzkirchen kurzfristig abgesagt hatte. Eine davon gewann mit 4:2 das Benefizturnier.