Naturfreunde sprechen über Ukraine-Krieg

von Redaktion

Folgen in der täglichen Arbeit spürbar

Rosenheim – „15 Monate Krieg und Vertreibung. Wie geht es weiter in der Ukraine?“ Zu diesem für die Naturfreunde Ortsgruppe Rosenheim eher ungewöhnlichen Thema begrüßte Vorsitzender Albin Stieber die Gäste anlässlich des Weltfluchttages im Gasthof Höhensteiger. Thomas Frank, Veranstaltungsreferent der Naturfreunde, verbindet mit dem Thema auch berufliche Erfahrungen als Sozialmanager sowie Dienststellenleiter des Jugendwohn- und Gästehauses München Süd.

Täglich sei er in seiner Arbeit mit den traumatischen Erfahrungen der Flüchtlinge konfrontiert. „Wir tun unser Bestes, gerade für die Kinder. Aber was sie sich wünschen, können wir nicht geben: ihre Heimat.“ Von Hilfstransporten in die Ukraine berichtete Jonah Werner, ehemaliger Profisportler und Rosenheimer Vertreter des Vereins „Athletes for Ukraine“. Er zeigte Fotos und Videos seiner Fahrten. Zuletzt sprach Alexandr Dmitrishin, aus dem fernen Charkiw live zugeschaltet. Der 70-jährige technische Übersetzer gab Einblicke in seine Lebensverhältnisse mitten im Kriegsgebiet. Erst vor Kurzem habe es unweit ein Wohnhaus getroffen, täglich gebe es Luftalarm. Die Versorgung mit Strom und Wasser sei zusammengebrochen, sein Wohnhaus habe keinen Luftschutzraum und zudem seien er und seine Frau gehbehindert und so gezwungen, zu bleiben. Seine Enkel weiß er in Deutschland in Sicherheit, hatte seit über einem Jahr allerdings nur Kontakt per Videotelefonie. Abschließend dankte er den Naturfreunden für ihre Solidarität, die Kraft spende.

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