Rosenheim – Der Countdown läuft – in wenigen Wochen startet in Rosenheim die fünfte Jahreszeit und die Vorfreude auf das Herbstfest steigt. Das ist auch an den Reservierungszahlen erkennbar. „Wir sind heute regelrecht überrannt worden, es läuft sehr gut“, berichtet am Montag nur wenige Stunden nach Reservierungsbeginn vergnügt Wolfgang Dichtl, Prokurist bei Flötzinger Bräu.
„Schon ab kurz nach Mitternacht begann die Schlange sich zu bilden und es war eine Menge los. Dabei war es sehr angenehm und es herrschte eine gute Stimmung unter den Wartenden und natürlich vor allem unter denjenigen, welche ihre Reservierung abgeschlossen hatten. Auch telefonisch erreichen uns ständig neue Anfragen“, erklärt er, während im Hintergrund Telefonklingeln und die Entgegennahme von Reservierungsanfragen zu hören sind. „Die Leute sind alle gut drauf und voller Vorfreude.“
Zufriedenheit bei
Brauereien ist groß
Nicht mehr lange, dann wird das traditionelle Volksfest mit dem Festzug zum Herbstfestplatz, der Loretowiese, eröffnet. Vom 26. August bis 10. September ist dann Ausnahmezustand in der Stadt. Jung und Alt können 16 Tage lang die ganz besondere Wiesn-Stimmung, die deftigen und süßen Schmankerl und die vielen gelebten Traditionen genießen.
Während man für das Flötzinger-Festzelt erst seit Montag Tische reservieren kann, laufen für die Auerbräu Festhalle die Reservierungen bereits seit dem 11. Juli. Auch hier ist man zufrieden. „Die Nachfrage ist auf jeden Fall wieder größer“, teilt die Kampenwand GmbH, welche die Auerbräu Festhalle betreibt auf Nachfrage mit. „Besonders unser neuer Anbau findet erfreulicherweise viel Interesse.“
Heuer feiert mit dem „Johann Auer“ ein Gasthaus für über 700 Besucher seine Premiere auf der Wiesn. Dafür weicht die Ochsenbraterei in den hinteren Teil der Halle aus. „Sie war mit dem drehenden Ochsen für Jahrzehnte ein Spektakel und wir behalten sie in bester Erinnerung“, versichert Pressesprecher Michael Hinterseer im Gespräch mit den OVB-Heimatzeitungen. Trotzdem sei Zeit für eine Veränderung gewesen und man habe gemeinsam mit dem Wirtschaftlichen Verband das neue Konzept ausgetüftelt.
Auch beim Flötzinger Festzelt tut sich etwas: Dafür sorgt unter anderem der neue Festwirt Andreas Schmidt. Unter seiner Regie soll es heuer mehr Damentoiletten im Zelt geben, die sich in der Nähe des Flötzinger-Stadels befinden werden. „Sie werden neuer und moderner“, erklärt Geschäftsführer Lorenz Stiglauer im Gespräch mit dem OVB. Zudem gibt es einen separaten Ein- und Ausgang. Wickeltisch und Spiegel hängen abseits von den Waschbecken, um die Wartezeiten zu minimieren.
Die wohl größere bauliche Neuheit erwartet die Besucher auf der neugestalteten Galerie. „Wir wollen dort eine Mischung aus Wirtshaus-Atmosphäre und Bierzelt schaffen“, so Stiglauer. So entstehen beispielsweise einzelne Galerie-Boxen. Laut dem Geschäftsführer gibt es insgesamt sechs Boxen mit drei Tischen für jeweils maximal acht Personen. Box Nummer fünf enthält zwei Tische für jeweils acht Personen. Neu sind auch 21 Galerie-Tische mit Rückenlehne in der vordersten Reihe für jeweils maximal zehn Personen.
„Heuer haben uns wieder vermehrt Anfragen aus Österreich und Italien erreicht. Beispielsweise haben sich einige Musikkapellen und Vereine angekündigt“, heißt es seitens der Betreiber der Auerbräu Festhalle. „Wir versuchen aber natürlich, auch Plätze für Rosenheimer frei zu halten.“
Plätze noch außerhalb
der Stoßzeiten
Auch für das Flötzinger Festzelt gibt es Anfragen aus dem Ausland. „Auch uns haben einige Anfragen aus Österreich erreicht, aber nicht über das übliche Maß hinaus“, sagt Wolfgang Dichtl. „Die meisten Anfragen kommen aus der Region, wie das auch in der Vergangenheit der Fall war.“
In beiden Fällen sind inzwischen die Kontingente für die begehrten Plätze am Wochenende und unter der Woche abends so gut wie abverkauft. Allerdings weisen die Verantwortlichen bei Flötzinger sowie beim Auerbräu auch darauf hin, dass durch Stornos oder Verkleinerung von Gruppen auch zu den beliebtesten Reservierungszeiten wieder Plätze frei werden können und man zudem auch einen Besuch außerhalb der Stoßzeiten erwägen sollte.