Zum Bericht „Immer mehr Touristen in Rosenheim“, erschienen im Lokalteil:
Dass im Parkhotel Crombach weniger Gäste bleiben, hängt meiner Meinung nach weniger an der größeren Anzahl verfügbarer Hotelbetten als vielmehr am Crombach selbst. Ich denke, dass es einige Leute gibt, die lieber ins B&B-Hotel gehen, nicht weil ihnen das Crombach zu teuer oder zu schlecht gelegen ist, sondern weil das B&B eine zwar schlichte, aber zeitgemäße Einrichtung bietet. Die Lage des Crombach wäre eigentlich perfekt für ein Hotel – zentrumsnah, bahnhofsnah, direkt am Park, Parkhaus direkt daneben. Allerdings empfinden einen Hoteleinrichtungsstil wie beim Crombach heutzutage wenn überhaupt dann nur noch Leute über 70 als „modern“, „schön“ oder „zeitgemäß“. Ansonsten geben seit Mitte der Nullerjahre in Deutschland Designhotels den Ton an und haben dazu geführt, dass selbst vergleichbare, ehemals leicht angestaubte Hotels dadurch inspiriert entsprechend modernisiert wurden. Man kann dem Herrn Crombach nur dringend empfehlen, sich zum Beispiel mal die Motel One in Wien anzuschauen. Oder ein „25hours-Hotel“. Solche Hotels locken nicht nur junge Leute, hier fühlen sich alle Altersschichten wohl. Man könnte das Crombach leicht so umbauen. Alleine schon was mit der Terrasse zum Park möglich wäre, wenn man das Sichtschutz-Grün reduzieren und gestalten würde und diese Terrasse zum Park hin öffnen. Hier könnte eine Hotelbar entstehen, die nicht nur Hotelgäste, sondern auch Einheimische anzieht, als gute klassische Bar. Auch eine Dachterrasse mit Bar wäre vorstellbar, das Hotel könnte in verschiedenen Sternekategorien (ab Motel One aufwärts) funktionieren. Ich denke, dass nicht gewisse Leute, die sich derzeit im Salinpark aufhalten, Hotelgäste vertreiben würden, sondern eher umgekehrt, wovon ganz Rosenheim profitieren würde.
Matthias Dangl
Riedering