Heizprobleme in Westerndorfer Schwimmbad

von Redaktion

Technischer Defekt sorgt für kältere Temperaturen in Lehrschwimmbecken

Rosenheim – Es muss eine unangenehme Situation gewesen sein: Im Lehrschwimmbecken in Westerndorf St. Peter, in dem viele Schwimmkurse für Kinder stattfinden, war es in der vergangenen Woche deutlich kälter als sonst. Allerdings war daran nicht – wie gerüchteweise vermutet wurde – die Wassertemperatur Schuld.

„Aufgrund eines technischen Defekts betrug für wenige Tage die Raumtemperatur 23 Grad“, teilt Christian Baab, stellvertretender Pressesprecher der Stadt, auf OVB-Anfrage mit. Dieser sei an der Heizung festgestellt worden und auf das kalte Wetter zurückzuführen gewesen. Die Wassertemperatur sei hingegen „davon nie betroffen“ gewesen und habe die ganze Zeit 28 Grad betragen. Auch die Duschen liefen im Normalbetrieb, sagt Baab.

Die Schulen und Vereine seien zudem über die niedrigere Raumtemperatur informiert worden. „Es wurde den Nutzern aufgrund des Umstands freigestellt, das Lehrschwimmbecken zu nutzen oder nicht“, sagt Baab. Und: Der Defekt wurde noch am Ende der Woche behoben.

Wie der SV Westerndorf, der Schwimmkurse im Lehrschwimmbecken anbietet, mitteilt, hat es auch keine Beschwerden von Eltern aufgrund der niedrigen Temperaturen gegeben. Dennoch sei es für die Anfängerkurse positiv, wenn vor allem die Wassertemperatur höher ist, da die Kinder ansonsten schnell frieren.

Das bestätigt auch der Kolbermoorer Sportmediziner Dr. Lutz Graumann. Dem Arzt zufolge liegt die ideale Wassertemperatur für Lehrschwimmbecken zwischen 24 und 28 Grad. Wenn das Wasser kälter ist, sei das Risiko einer Verkühlung – vor allem bei Kindern – höher. „Insbesondere wenn sie nicht ausreichend aktiv sind oder sich nicht angemessen bewegen, um warm zu bleiben“, sagt Graumann. Das liege daran, dass Kinder oft eine geringere Toleranz gegenüber kaltem Wasser hätten. Julian Baumeister

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