Grüne Jugend bezieht Stellung zu Cannabis-Legalisierung

von Redaktion

Ortsverband sieht Entkriminalisierung als wichtigen Schritt

Rosenheim – Auch in Rosenheim heißt es bald nicht mehr nur „Ozapft is“, sondern auch „Okifft is“. Nachdem der Deutsche Bundestag kürzlich über die Legalisierung von Cannabis abgestimmt und mit einer großen Mehrheit für die kontrollierte Abgabe der Droge ausgesprochen hat, bezieht die Grüne Jugend Rosenheim Stellung.

Künftig wird es möglich sein, die Substanz, die laut Studien schon längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist, legal zu erwerben. Ohne die Angst, wegen wenigen Gramm wegen Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz verurteilt zu werden. Mit der kontrollierten Abgabe an Erwachsene durch gemeinnützige Vereine wurde, so die Grüne Jugend Rosenheim, im Gegensatz zu Dealern auf der Straße oder durch profitorientierte Unternehmen wie bei den Volksdrogen Alkohol und Nikotin ein guter Mittelweg gefunden.

Der Ortsverband geht davon aus, dass die entsprechenden Vereine stark kontrolliert werden, und betonten, von flächendeckenden maßlosen Drogenexzessen könne keine Rede sein.

Da es keine kommerziellen Unternehmen sind, die Cannabis verkaufen, bleibt auch der Druck aus, neue Konsumenten zu gewinnen, sehen sie als weiteren Vorteil. Und die Qualität wird im Vergleich zur derzeitigen Straßenware gewährleistet und erhöht so die Sicherheit für die Konsumenten.

„Selbstverständlich ist uns bewusst, dass Cannabis eine Droge ist und wir die Risiken durch eine Legalisierung nicht verkennen dürfen“, heißt es in der Stellungnahme der Grünen Jugend Rosenheim. So könne Cannabis süchtig machen, das Gehirn schädigen und wie andere Drogen Psychosen auslösen. Dennoch sieht der Ortsverband die Entkriminalisierung und Legalisiserung als wichtigen Schritt, „denn gekifft wird sowieso“. Der Staat habe deshalb die Aufgabe, den Konsum so gut es geht sicher zu gestalten.

Es brauche aber gute Regelungen, wie mit dem Konsum umgegangen werden soll, beispielsweise im Straßenverkehr. Für die Grüne Jugend ist klar: „Natürlich ist der Prozess noch nicht am Ende und die Regelungen müssen mit der Zeit angepasst und verbessert werden.“

Artikel 1 von 11