Rosenheim – Riesenandrang bei der IHK-Ausbildungsmesse „JobFit“ in der Auerbräu Festhalle in Rosenheim am vergangenen Samstag. Über 140 heimische Ausbildungsbetriebe – und damit so viele wie nie zuvor – präsentierten den Besuchern ihre Lehrstellen und Ausbildungsberufe.
Der 15-jährige Jonas weiß noch nicht so genau, welchen Weg er nach der Schule einschlagen will. „Industriemechaniker könnte ich mir ganz gut vorstellen“, meint der junge Schechener. Auf der IHK-Ausbildungsmesse wollte er sich nun ein Bild machen, ob dieser Berufswunsch tatsächlich das Richtige für ihn ist oder ob es noch eine bessere Alternative gibt. „Da ist diese Messe schon toll. An einem Platz kann man mit so vielen verschiedenen Unternehmen ins Gespräch kommen“, so sein Fazit.
Als er am frühen Vormittag in der Auerbräu Festhalle ankam, war dort schon enorm viel los. Stellenweise war ein Durchkommen durch die Gänge nur noch schwer möglich. Bis zur Mittagszeit wurden schon über 700 Besucher auf der Ausbildungsmesse gezählt. Bis zum Ende der Veranstaltung am Nachmittag waren es über 1400, die dieses Angebot nutzten, um mit Vertretern der verschiedensten Unternehmen ins Gespräch zu kommen.
Über diese sehr gute Resonanz freute sich neben den teilnehmenden Betrieben auch Dr. Manfred Gößl, Hauptgeschäftsführer der IHK für München und Oberbayern. Überhaupt sieht er die Ausbildungsstellen-Situation in der Region wieder im Aufwind. „In den ersten vier Monaten dieses Jahres wurden über 5,2 Prozent mehr Ausbildungsverträge abgeschlossen als im Vorjahr“, berichtet er. Immer mehr junge Menschen würden eine Ausbildung als Sprungbrett fürs Berufsleben erkennen.
Viele der Unternehmen, die sich bei der Messe präsentieren, hatten tatsächlich schon für dieses Jahr ihre Auszubildenden gefunden. „Aber man muss für die kommenden Jahre bereits seine Fühler nach dem Nachwuchs ausstrecken und für sich werben“, meinte ein Geschäftsführer dazu.
Neben den Ständen der Betriebe gab es für die Besucher auch noch die Möglichkeit, sich am „Frag den Azubi“-Stand bei Azubis über deren Ausbildungsalltag zu informieren. Außerdem gab es am Eingang den digitalen „Job-Navi“, der half, den Wunschberuf zu finden und somit gezielt die passenden Unternehmen anzusprechen. Karin Wunsam