Rosenheim – Bei der Stiftungsratssitzung der Kultur- und Sozialstiftung Dr. Michael Stöcker konnte kürzlich ein sehr erfreulicher Jahresabschluss für 2022 festgestellt werden. Anwesend waren unter anderem Oberbürgermeister Andreas März und der Wirtschaftsprüfer Erich Schlarb.
2022 beachtliche
Erbschaft erhalten
Das Vermögen der Stiftung hat sich vor allem dank einer beachtlichen Erbschaft 2022 von rund zwei Millionen Euro auf über 3,5 Millionen erhöht, was der Stiftung noch mehr Möglichkeiten eröffnet, Bildung, Kultur und Soziales in Rosenheim zu fördern.
Bisher waren es nach Auskunft des Stiftungsratsvorsitzenden Diethard Schinzelin der Regel rund 50000 Euro jährlich, die insbesondere an soziale und kulturelle Institutionen für gemeinnützige Projekte und Tätigkeiten verteilt werden konnten. Für das Jahr 2024 sind hierfür über 80000 Euro Fördermittel vorgesehen – eine beachtliche Steigerung.
Alle Sitzungsteilnehmer brachten bei der Sitzung gegenüber der Erblasserin Rita Langzauner für ihr großzügiges Verhalten ihren Dank zum Ausdruck. Besonders hervorzuheben sei, dass es gelungen ist, das Wohnhaus der Erblasserin zu einer Großtagespflege mit zehn Ganztagsbetreuungsplätzen für Kleinkinder umzugestalten. Die Einrichtung konnte bereits im Okotber 2023 eröffnet werden.
Aktuell fördert die Kultur- und Sozialstiftung Dr. Michael Stöcker insbesondere folgende Einrichtungen und Projekte mit namhaften Beträgen: die Begabungsförderung „FitZ – Fit in die Zukunft“ mit Unterstützungsprojekten, den Freundeskreis Lokschuppen mit Projekten zum Besuch von Ausstellungen, das Junge Theater Rosenheim und dessen Theaterfestival für Schulklassen und öffentliches Publikum.
Im Bereich Kultur fördert die Stiftung die Stadtbibliothek Rosenheim, den Kammerchor Rosenheim, den Chorkreis St. Quirinus und den Kunstverein Rosenheim. Im sozialen Bereich unterstützt die Stiftung die Reichalmosenstiftung, den Seniorenbeirat, den Vinzentiusverein, die Rosenheimer Leibspeise und die Maria-Bergmann-Stiftung.
Außerdem wurde beschlossen, den Jugendmusikpreis, der 2024 ein großartiger Erfolg war, abweichend von dem ursprünglich anvisierten zweijährigen Turnus in Zukunft jährlich, nach Möglichkeit in bewährter Partnerschaft mit der Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling, zu vergeben.
Mit der Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling hat die Stiftung auch geklärt, dass das Vermögen der Stiftung so angelegt wird, dass möglichst hohe Erträge erwirtschaftet werden, um den Stiftungszweck wirksam erfüllen zu können.
Ein Platz zu Ehren von
Dr. Michael Stöcker
Ein Höhepunkt für die Stiftung war 2023 die Einweihung des Dr.-Michael-Stöcker-Platzes am 23. April und der anschließende Gedenkgottesdienst in der St. Nikolauskirche mit musikalischer Gestaltung durch den Kammerchor Rosenheim.
Begrüßt wurde außerdem Verena Gaida als Nachfolgerin von Eva Orgler in der Leitung der Stiftungsverwaltung der Stadt. Orgler war im Sommer 2023 zwar in den Ruhestand getreten.