Entscheidung kaum nachvollziehbar

von Redaktion

Bürgerentscheid Biotonne

Die Rosenheimer haben gewählt – und sie haben sich für die vermeintlich bequeme Lösung entschieden. Statt sich für die Biotonne vor der Haustür auszusprechen, wollen sie ihren Biomüll lieber zu den Wertstoffinseln bringen. Logisch erscheint diese Entscheidung nicht. Zumal die Sammelcontainer lediglich an 15 der insgesamt 80 Wertstoffinseln in der Stadt aufgestellt werden sollen. So zumindest der vorübergehende Stand.

Biomüll-Sammlung über mehrere Tage?

Es ist schwer vorstellbar, dass die Rosenheimer ihren Biomüll über mehrere Tage sammeln, um dann mit ihm durch die Gegend zu spazieren. Realistischer erscheint, dass Bananenschalen, Fleischreste und Co. weiterhin im Restmüll landen. Hat ja bisher auch niemanden gestört.

Dass diejenigen mit einem Komposthaufen im Garten gegen eine Biotonne sind, ist nachvollziehbar. Doch auch sie müssen Orangenschalen oder Essensreste loswerden. Argumente wie Maden, die sich in den stinkenden Tonnen sammeln würden, hätten mit zusätzlichen Vorabinformationen aus dem Weg geräumt werden können. Die Chance wurde nun vertan. Die demokratische Entscheidung gilt es jetzt zu akzeptieren. Gutheißen muss man sie trotzdem nicht.

Bequeme Lösung mit einem großen Haken

Fest steht, dass die dezentrale Sammlung von Bioabfällen nur dann funktionieren kann, wenn jede Wertstoffinsel mit einem entsprechenden Container versehen ist. Ansonsten wird der Bioabfall weiterhin in der Restmülltonne landen – die bequeme Lösung eben. Geholfen wäre damit niemandem.