Daumen drücken – für Spanien!

von Redaktion

Interview Wie Andrea Garcia und Yovana Rodriguez die heutigen Chancen einschätzen

Rosenheim – Andrea Garcia und Yovana Rodriguez kommen aus Spanien, leben aber schon seit vielen Jahren in Rosenheim. Doch drücken sie am heutigen Freitagabend Deutschland oder Spanien die Daumen? Und wie unterscheidet sich die Atmosphäre an Spieltagen in den beiden Ländern? Ein Interview.

Schauen Sie das Spiel – und wenn ja, wie?

Andrea Garcia: Selbstverständlich. Ich verfolge die Europameisterschaft von Anfang an und werde auch das Spiel am Freitag nicht verpassen. Ich werde das Spiel gemeinsam mit einigen Freunden zu Hause schauen. Public Viewing wäre in diesem Fall nichts für mich, weil ein Großteil sicherlich für Deutschland sein wird, während ich natürlich die spanische Mannschaft unterstütze.

Unterscheidet sich die Stimmung an Spieltagen in den beiden Ländern?

Garcia: Die Stimmung ist ähnlich. Sowohl die Deutschen als auch die Spanier sind große Fußball-Fans, die hinter ihren Mannschaften stehen.

Ich glaube, die Spanier beschweren sich ein bisschen mehr als die Deutschen. Gerade wenn es um Schiedsrichter-Entscheidungen geht (lacht).

Wer, glauben Sie, gewinnt am Freitag?

Garcia: Gute Frage. Ich muss sagen, dass mich die deutsche Mannschaft sehr positiv überrascht hat. Sie sind ein sehr starkes, konkurrenzfähiges Team. Trotzdem glaube ich, dass Spanien gewinnt.

Ihr Tipp?

Garcia: 2:1 für Spanien.

Sind Sie trotzdem ein kleiner Deutschland-Fan?

Garcia: Ich habe mir die Spiele von beiden Mannschaften angeschaut und ihre Erfolge gefeiert. Trotzdem wäre ich sehr traurig, wenn Spanien ausscheidet. Gleichzeitig würde ich mich aber für die Deutschen freuen.

Haben Sie einen Lieblingsspieler?

Garcia: Wenn ich mich für einen entscheiden müsste, würde ich wahrscheinlich Nico Williams sagen. Bei den Deutschen mag ich Joshua Kimmich. Ich denke, die beiden werden sich ein interessantes Duell liefern.

Schauen Sie sich das Spiel an?

Yovana Rodriguez: Ich denke schon, entweder bei einem Freund zu Hause oder in einem Restaurant im Stadtzentrum.

Wie unterscheidet sich die Stimmung an den Spieltagen in den beiden Ländern?

Rodriguez: Ich habe das Gefühl, dass wir in Spanien alles viel intensiver erleben. Wenn Spanier hier in Deutschland in einem Restaurant oder Café sitzen, merkt man, dass wir da sind. Wir sind offene, extrovertierte Menschen – und wir erregen Aufmerksamkeit (lacht).

Wer gewinnt?

Rodriguez: Ich bin kein Fußballfan, aber die Tatsache, dass ich in Deutschland lebe und das DFB-Team gegen die Mannschaft meines Landes spielen wird, macht mich ein wenig neugierig darauf, wie ich das im Freundeskreis erleben werde. Wer gewinnen wird? Natürlich Spanien!

Interview: Anna Heise

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