Rosenheim – Einen ersten Hinweis auf das neue Motto gab Hofmarschall Mario Schmitt, indem er sich auf der Bühne im Gasthof Höhensteiger in Westerndorf St. Peter vor den Mitgliedern der Rosenheimer Faschingsgilde und den Ehrengästen diesmal mit dunkler Sonnenbrille präsentierte. Im Hintergrund wurde dazu ein kurzer Film eingespielt, der eine wilde Jagd auf eine Spionin quer durch die Innenstadt zeigte. Als diese Spionin dann am Schluss live in den Festsaal rannte und Schmitt eine geheime Botschaft übergab, war alles klar: Dieses Mal nimmt sich der Rosenheimer Fasching der Welt der Spione und Geheimagenten an. Das Motto lautet „Mission Rosalia“.
Schmitt versprach eine Faschingssaison mit „Stil, Spannung und einer ordentlichen Portion Witz“. Die Faschingsgilde will die Zuschauer mitnehmen in eine Welt voller Rätsel, spektakulärer Agentenmanöver und waghalsiger Tanzaktionen. Das Prinzenpaar 2025 ist dafür ideal geeignet: Sophia und Andreas Pfliegl sind beide sehr sportlich. Andreas ist unter anderem Europameister im Kunstrad und Sophia macht Akrobatik. Außerdem tanzen beide leidenschaftlich gerne.
Die Regentschaft übernehmen sie als Prinzessin Sophia I., glitzernde Akrobatin aus dem Land des Funkelstroms, und Prinz Andreas IV. als Regent aus der Welt der artistischen Räder. Auch im echten Leben sind die beiden ein Paar. Geheiratet haben sie im August dieses Jahres. Im realen Leben arbeitet die Prinzessin als Elektroingenieurin und der Prinz in der Luft- und Raumfahrttechnik.
Der Fasching spielt im Leben des Prinzenpaars immer schon eine wichtige Rolle. Immerhin wurden beide in der Faschingszeit geboren und kennengelernt haben sie sich auch in der fünften Jahreszeit. Ihren ersten Prinzenwalzer meisterten sie bei der Proklamation mit Bravour. Danach gab es bei einem gemeinsamen Mittagessen für die beiden viele Glückwünsche, Blumen und Geschenke, darunter auch von Rosenheims Zweitem Bürgermeister Daniel Artmann, Reinhold Frey, Vorstandsvorsitzender des Wirtschaftlichen Verbands, Dr. Michael Miersch, Senatspräsident der Faschingsgilde, und dem Rosenheimer Faschingsprinzenpaar 2024, Prinz Oliver und Prinzessin Bernadette I.
Die Gardemädchen werden auch in dieser Saison wieder von Gardemajorin Alessa König angeführt. Bei der Proklamation präsentierten die 16 jungen Damen einen kleinen Ausschnitt ihres neuen Gardemarsches. „Der Fasching kann kommen – wir sind bereit, alle mitzureißen“, freut sich Alessa König.
Eine Faschingslegende
wechselt die Rolle
Bei Sandra von Gottesheim mischte sich in die Vorfreude auch Wehmut. Sie übergab das Präsidenten-Zepter an Stefan Seidl. 19 Jahre lang war Sandra von Gottesheim fester Bestandteil der Faschingsgilde – von der Prinzessin in der Saison 2006 bis zur ersten weiblichen Präsidentin.
„Ich habe jede Rolle einmal gespielt. Ich war Tänzerin, Organisatorin, Strasssteinkleberin, Prinzenpaar-Betreuerin und kurzfristig Aushilfs-Gardemädel“, erinnerte sie sich. Ganz den Rücken kehren wird sie dem Rosenheimer Fasching aber nicht. Sie wechselt nun in die Reihen des Senats und freut sich vor allem darauf, die Aufführungen der Garde nun auch einmal aus den Rängen des Publikums heraus erleben zu dürfen.
Glanzvoll eröffnet wird der Rosenheimer Fasching am 11. Januar 2025 mit dem Rosenball im Kultur- und Kongresszentrum. Weiter geht es dann am 1. Februar mit dem Stadt- und Landball, bei dem sechs weitere Gilden aus dem Landkreis ihre Tänze und Showeinlagen präsentieren.
Für die kleinen Narren steht am 16. Februar 2025 der Kinderball in der Auerbräu-Festhalle auf dem Programm und am 4. März gibt es zum krönenden Abschluss der Saison noch den Kehraus im Gasthaus Höhensteiger.
Damit ist der Fasching 2025 wieder deutlich länger als 2024. Denn da war bereits am 13. Februar Schluss. Prinzessin Sophia I. und Prinz Andreas IV. wird das freuen, denn der Spaß an diesem Amt war den beiden bei der Proklamation schon deutlich anzusehen.