„Omas gegen rechts“ setzen ein Zeichen

von Redaktion

Mahnwache und spontaner Protest gegen die AfD – „Wehrt euch!“-Gesänge

Rosenheim – Mehr als 200 Menschen versammelten sich am Wochenende am Max-Josefs-Platz in Rosenheim zu einer Mahnwache der „Omas gegen rechts“, um friedlich und singend ein Zeichen für den Schutz von Minderheiten zu setzen. Die Veranstaltung stand unter dem Motto „Demokrat:innen beschützen Minderheiten – auch dich, weil auch du manchmal zur Minderheit gehörst“, wie die „Omas“ mitteilten.

Die Mahnwache begann mit einer Gedenkminute für die Opfer einer tragischen Tat in Aschaffenburg. Claudia Lübbert, Sprecherin der „Omas gegen rechts“ Rosenheim, betonte in ihrer Rede die Wichtigkeit von Mitgefühl und gesellschaftlichem Zusammenhalt. Sie lehnte jeglichen Wahlkampf-Populismus ab und rief dazu auf, demokratisch, rechtsstaatlich und menschenwürdig zu handeln. Besondere Aufmerksamkeit wurde dem Holocaust-Gedenktag gewidmet, der am gestrigen Montag, 27. Januar, begangen wurde. Die „Initiative Stolpersteine“ war daher ebenfalls eingeladen, um an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau vor 80 Jahren zu erinnern. Nach den Redebeiträgen formierten sich die Teilnehmer zu einer friedlichen Menschenkette am AfD-Wahlkampfstand, sangen das Lied „Wehrt euch!“ und riefen Parolen wie „Kein Mensch braucht die AfD“ und „Nie wieder Faschismus“. Der Protest endete nach etwa 20 Minuten.

In ihrer Rede hob Lübbert hervor, dass der Schutz der Minderheitenrechte ein Grundpfeiler der Demokratie sei, verankert im Grundgesetz „Wir alle wissen, was passieren kann, wenn Minderheitenschutz nicht die Grundlage für ein Zusammenleben in einer Gemeinschaft ist“, warnte sie abschließend.

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