Aufregung nach Drohung im Zug

von Redaktion

Bahnhof geräumt – Polizei sucht verdächtigen Fahrgast

Rosenheim – Für kurze Zeit herrschte am gestrigen Dienstagvormittag am Rosenheimer Bahnhof eine Menge Aufregung. Gegen 10.15 Uhr räumten etwa 40 Beamte der Landes- und Bundespolizei das Gelände. Zeugen wollen von einer Bombendrohung erfahren haben. Während die Fahrgäste ungeduldig auf dem Vorplatz warteten, fahndete die Polizei nach einem bisher unbekannten Mann.

Dieser Unbekannte war zuvor in einer Regionalbahn von Waldkraiburg in Richtung Rosenheim unterwegs gewesen. Wie die Bundespolizeiinspektion Rosenheim auf OVB-Anfrage erklärt, habe ein Zeuge gemeldet, dass besagter Unbekannter eine Drohung ausgesprochen haben soll. „Die näheren Hintergründe sind Gegenstand laufender Ermittlungen“, sagt Pressesprecher Rainer Scharf. Was der Mann also genau gesagt habe, wie alt er war, und was der Zeuge erzählte, könne man derzeit nicht bekannt geben.

„Auf Nummer
sicher gegangen“

Infolge der angeblichen Drohung in Waldkraiburg wurde dann der Bahnhof in Rosenheim kurzfristig gesperrt. „Die Rosenheimer Bundespolizei ist auf Nummer sicher gegangen, um herauszufinden, ob sich der Mann noch im Zug befindet“, erklärt Scharf. Nach Ankunft der betroffenen Bahn an der Endstation in Rosenheim wurden alle aussteigenden Fahrgäste kontrolliert. Ein Sprengstoffsuchhund war laut Scharf nicht im Einsatz. Da allerdings zwischen Waldkraiburg und Rosenheim acht Haltestellen liegen, ist es auch denkbar, dass der Mann zwischenzeitlich ausstieg. Die Fahndung verlief bisher ohne Ergebnis. Eine Gefährdung der Bevölkerung schließt Scharf jedoch aus. Gegen 10.50 Uhr konnte dann auch der Bahnhof Rosenheim wieder freigegeben werden. Auf den Zugverkehr wirkte sich der Einsatz allerdings noch etwas länger aus. Zwischen 10.45 Uhr und 12 Uhr kam es bei den Linien RE5, RB54 und RB58 zu Verspätungen und Zugausfällen. Patricia Huber

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