Frauenrechte sind Menschenrechte

von Redaktion

Theaterworkshop und Filmnachmittag zum Weltfrauentag 2025

Rosenheim – Unter diesem Motto standen die diesjährigen Aktionswochen zum Weltfrauentag. Der Verein Pro Senioren, der sich in Rosenheim um die Belange der Senioren kümmert und die verschiedenen Organisationen vernetzt, beteiligte sich mit zwei Veranstaltungen. Ziel der Veranstaltungen war, Frauen unterschiedlicher Generationen miteinander ins Gespräch zu bringen.

Mit der Theaterpädagogin Sylvia Wendlinger wurde in Kooperation mit Pro Senioren ein ganztägiger Theaterworkshop zu Frauenleben und Frauenrollen angeboten. In den Räumen der evangelischen Apostelkirche in der Rosenheimer Lessingstraße konnten die 13 Teilnehmerinnen die verschiedenen Facetten und Anforderungen in den unterschiedlichen Lebensaltern von Frauen erarbeiten. Welche Bezeichnungen gibt es für Frauen, was verbindet die Gesellschaft damit, wie lassen sich die verschiedenen Rollen unter einen Hut bringen. Die Teilnehmerinnen erarbeiteten in Kleingruppen Sketche, zu diesen Themen nach den Vorführungen wurde noch lange diskutiert. Die Teilnehmerinnen äußerten zum Schluss den Wunsch nach einer Fortsetzung im Herbst.

Die zweite Veranstaltung wurde in Zusammenarbeit mit der Awo im Mehrgenerationenhaus in der Ebersberger Straße angeboten. Im Rahmen des Nachmittags-Cafés hieß es Film ab.

Gezeigt wurde die „Göttliche Ordnung“. Ein Film über den Kampf der Schweizer Frauen zur Erlangung des Wahlrechts im Jahr 1971, damit war die Schweiz das letzte europäische Land, in dem das Wahlrecht für Frauen verbindlich wurde. Der Film weckte bei vielen Seniorinnen noch Erinnerungen an Einschränkungen in der Kindheit und Jugend. So musste auch in Deutschland bis 1977 der Ehemann eine Einverständniserklärung abgeben, wenn die Frau berufstätig werden wollte.

Gemeinsam wurde diskutiert, was sich seither geändert und verbessert hat. Aber Gleichberechtigung ist noch lange nicht erreicht. Besonders, dass die Gehälter nach wie vor gravierend unterschiedlich ausfallen, was dann auch zu Armut im Alter führt, muss noch geändert werden. Auch muss darauf geachtet werden, dass bereits Erreichtes nicht wieder unterhöhlt wird. Alle Teilnehmer waren sich einig, dass es wichtig ist, sich weiterhin gemeinsam mit dem Thema auseinanderzusetzen. Auch Pro Senioren hat in der langen Beratungstätigkeit des Vereins die Erfahrung gemacht, dass es besonders Frauen sind, die Unterstützung benötigen.

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