Zum Artikel „Espresso und Kuchen statt Leichen“ (Lokalteil):
Wie ich gelesen habe, ist im Kolumbarium des Friedhofs ein Café in Planung. Ob sich sowas lohnt? Schon die Baukosten werden ganz schön zu Buche schlagen: Wasser- und Abwasserleitung, Heizung, elektrische Installation, Einrichtung einer Küche, eine Toilette und dann noch die sowieso notwendigen Renovierungsarbeiten des Hauptraums. Und dann muss man einen Pächter finden. Ich denke, große Umsätze werden nicht zu erwarten sein. Es ist ja schon beim Blumenladen vor dem Friedhof so, dass sich kein Pächter findet. Die letzte Mieterin des Ladens war ja auch nicht lange da. Jetzt steht das Geschäft schon seit vielen Monaten leer. Was, wenn das beim Café in der alten Leichenhalle auch so ist? Wird sie dann wieder zurückgebaut? Kommt dann doch ein Andachtsraum oder so was Ähnliches rein? Oder sollte man den Raum doch für eine Erweiterung der Urnenwände nützen?
In einem Münchner Friedhof, der ja sicher viel größer ist als unserer, mag sich ein Café lohnen, aber in Rosenheim? Und dann ist es ja auch so, dass im gleichen Gebäude schon Urnenwände sind. Ist das in München etwa auch so?
Ingrid Potschka
Rosenheim