Rosenheim – Es gibt noch viele offene Fragen. Auch gut eine Woche nach dem Vorfall. Fest steht, dass sich ein 30-jähriger Mann am Montag, 7. April, gegen 11.30 Uhr um eine technische Störung im Hochlager der Firma Krones kümmern wollte. Der Grund für die Blockade waren möglicherweise verrutschte Lagerstücke. So jedenfalls teilte es die Polizei am Tag nach dem Unfall mit. Der 30-Jährige stieg also an einem Bedienteil des Regals in die Höhe, um die Lagerstücke wieder zurechtzurücken. Dabei verlor er den Halt und stürzte aus einer Höhe von rund acht Metern auf den Betonboden. Mitarbeiter eilten ihrem Kollegen zu Hilfe, der anschließend ins Romed-Klinikum transportiert wurde. Die Firma Krones bestätigt den Vorfall, will sich jedoch nicht weiter dazu äußern – aufgrund laufender Untersuchungen. In den vergangenen zwölf Monaten ist es im Stadtgebiet laut Polizei zu insgesamt zehn Betriebsunfällen gekommen. Hauptkommissar Maurer berichtet von einem Arbeiter, der von einer Leiter gestützt ist, und einem anderen Vorfall, bei dem einem Angestellten Betonteile auf die Füße gefallen sind. Auch komme es hin und wieder vor, dass Werkzeuge falsch gebraucht werden und es deshalb zu Verletzungen kommt. Ein besonders tragischer Arbeitsunfall ereignete sich Ende Februar in Grassau. Ein 22-jähriger Arbeiter starb, als bei Bauarbeiten Teile eines Balkons herabfielen.