„Air Muscle“ siegt bei „Jugend forscht“

von Redaktion

Rosenheimer Schülerinnen punkten mit innovativer Muskel-Technik im Bereich Physik

Rosenheim/Regensburg – Großer Erfolg für das Ignaz-Günther-Gymnasium: Beim Landeswettbewerb „Jugend forscht junior“ in Regensburg haben Sophia Sitte
(8. Klasse) und Lilith Uphoff (9. Klasse) den ersten Preis im Fachgebiet Physik gewonnen. Die Schülerinnen überzeugten die Jury mit ihrem Projekt „Air Muscle“, in dem sie die physikalischen Eigenschaften pneumatischer Muskeln untersuchten und deren mögliche Anwendungen in Robotik und Prothetik erforschten.

Weiterentwicklung
führt zum Triumph

Nach ihrem Regionalsieg an der Technischen Hochschule Rosenheim haben die beiden Nachwuchsforscherinnen ihr Projekt gezielt weiterentwickelt und zahlreiche zusätzliche Messreihen durchgeführt. Besonders beeindruckte die Jury dabei der systematische Aufbau der Versuche, die präzise Durchführung der Experimente sowie der vorausschauende Blick auf praktische Anwendungen.

Jurorin Larissa Mesch betonte in ihrer Laudatio: „Herausragend fanden wir, dass aus der einfachen Idee mit einem Luftballon und einem Kraftmesser ein vollständiger Versuchsaufbau entstanden ist, aus dem man mit physikalischen Größen wirklich Messwerte herausarbeiten konnte. Sogar der Anwendungsbezug war den Mädels am Schluss ganz wichtig – die Überlegung, dass eine Prothese aus so einem Luftmuskel vielleicht geschmeidiger und sanfter funktioniert als eine reine Apparatur aus Metallbauteilen, hat uns sehr beeindruckt.“ Lilith Uphoff schilderte ihre Freude über den Landessieg: „Ich hätte nie gedacht, dass wir gewinnen. Aber als Frau Mesch in ihrer Laudatio plötzlich ‚Muskeln‘ gesagt hat, wusste ich: Das kann nur unser Projekt sein!“

Die Preisverleihung fand an der Universität Regensburg statt, im Beisein zahlreicher Ehrengäste, darunter Ministerialrat Nico Waibel vom Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus.

IGG im Kreis der
besten Schulen

Am Ignaz-Günther-Gymnasium stellen die beiden Preisträgerinnen ihr Projekt inzwischen auch in der Schule vor. „Solche Erfolge zeigen anderen Schülerinnen und Schülern, was mit Engagement und Kreativität möglich ist – und machen sicher auch Lust, in unserem Jugend-forscht-plus-Kurs selbst ein Projekt zu starten“, sagt Physiklehrer Dr. Thomas Grillenbeck.

Mit zahlreichen Projekten und ausgezeichnet als Bayerische Forscherschule 2018 gehört das Ignaz-Günther-Gymnasium seit vielen Jahren zu den erfolgreichsten Schulen in Bayern im Wettbewerb „Jugend forscht“.

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