Schüler gehen eine Woche „offline“

von Redaktion

Ohne Handy, Fernsehen und digitale Hilfe – dafür mit viel Spaß

Rosenheim – Eine Woche ohne Handy – für viele Kinder und Jugendliche, wohl auch für die meisten Erwachsenen, ist das unvorstellbar. Doch zehn mutige Schüler der Klasse 6d an der Johann-Rieder-Realschule haben sich genau dieser Herausforderung gestellt und ihr Smartphone für sieben Tage in den Schultresor gesperrt. Die Aktion fand im Rahmen der Fastenzeit statt und hatte das Ziel, sich bewusst von digitalen Medien zu lösen. „Es war wirklich schwer“, erzählt Felix. „Aber ich habe in der Woche mindestens zehn Stunden Tennis gespielt.“ Auch seine Klassenkameraden berichten von neuen Erfahrungen. Valentin sagt: „Ich habe viel mehr mit meinen Geschwistern gemacht als sonst.“

Enes gibt zu: „Mir war so langweilig. Dann bin ich einfach Billard spielen gegangen.“ Damit die Umstellung leichter fiel, wurde die Aktion in der Klasse gut vorbereitet. In der Schule wurden im Voraus alle möglichen Hürden besprochen, ein „Ablenkungsprogramm“ sorgte für Alternativen. Jeder bekam einen kleinen Pass mit allen wichtigen Telefonnummern – für den Fall der Fälle.

Auch zu Hause wurden die Regeln konsequent umgesetzt: Der Fernseher blieb aus, und Verabredungen mussten ohne digitale Hilfe organisiert werden. Am Ende waren sich alle einig: „Es war nicht leicht, aber wir würden es wieder machen.“ Die Aktion hat gezeigt, dass es auch ohne Handy geht – und dass es sich lohnt, mal abzuschalten.

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