Riesenbaustelle am Lokschuppen

von Redaktion

In der Stadt Rosenheim gibt es heuer zwei Großprojekte: Neben der Aufwertung des Salingartens wird derzeit auch der Vorplatz des Lokschuppens neu gestaltet. Was alles geplant ist – und warum die Arbeiten direkt in die Eröffnung der neuen Titanic-Ausstellung fallen.

Rosenheim – Es ist ein Lieblingsprojekt von Andreas März. „Der Lokschuppen-Vorplatz wird richtig cool“, schwärmt der Oberbürgermeister. An den Plänen dafür wird schon seit einigen Jahren getüftelt. Seit Anfang April laufen die Arbeiten. Geplant sei, den Vorplatz komplett umzugestalten – mit Wasser, Bäumen, Sitzgelegenheiten und mehr Fahrradstellplätzen.

Drehscheibe
als Zentrum

Im Zentrum des Platzes soll eine Drehscheibe entstehen. Auf der runden, begehbaren Fläche soll es neben einem Wasserspiel auch kleine Fontänen geben. Zudem könnte der Platz auch als Bühne genutzt werden. Von dort aus führen die Wege – in Anlehnung an die ehemaligen Bahngleise – zum Lokschuppen. „Dadurch bleibt der Bahncharakter erhalten“, sagt März.

Umrundet wird die Neugestaltung durch eine größere Fläche für die Außengastronomie, zusätzliche Bäume und Sitzgelegenheiten. Außerdem werden rund 70, teils überdachte Fahrradabstellplätze geschaffen. Läuft alles nach Plan, sollen die Arbeiten Ende 2025 abgeschlossen sein. Bis dahin ist die Titanic-Ausstellung, die derzeit im Lokschuppen läuft, nur über die Rückseite des Lokschuppens erreichbar.

„Witterungsbedingt können wir nicht im Winter beginnen und müssen das Frühjahr abwarten“, antwortet Christian Baab, Pressesprecher der Stadt Rosenheim, auf die Frage, wieso die Baustelle ausgerechnet in die ersten Wochen der neuen Titanic-Ausstellung fällt. Sobald der Vorplatz fertiggestellt ist, beginnt die Umgestaltung der Rückseite des Ausstellungszentrums. Hier sollen laut Oberbürgermeister Andreas März ebenfalls Sitzgelegenheiten geschaffen werden. Zudem wird eine Aussichtsplattform angebracht und der Fußweg saniert. „Diese Arbeiten dauern voraussichtlich drei bis vier Monate“, heißt es aus dem Rathaus.

Anschließend erstrahlt der Bereich um den Lokschuppen – so der Plan – in neuem Glanz. „Wir schaffen Raum für Kunst und Kultur“, fügt Oberbürgermeister März hinzu. Der Lokschuppen-Vorplatz sei zukünftig nicht mehr nur ein Weg, um in die Ausstellung zu gelangen, sondern soll auch als Aufenthaltsort und Wohlfühloase dienen.

Zudem wird durch die neuen Bäume und das Wasserspiel eine Hitzeinsel im Stadtbereich beseitigt. „Die Maßnahme ist damit Teil der Umsetzung des Klimawandelanpassungskonzepts“, teilt Oberbürgermeister März mit.

Kosten von 1,9 Millionen Euro

Die Kosten für die Neugestaltung des Lokschuppen-Vorplatzes liegen bei rund 1,9 Millionen Euro. Für die Rückseite fallen Kosten in Höhe von rund 470000 Euro an. Gefördert wird die Maßnahme mit Städtebaufördermitteln aus dem Sonderfonds „Innenstädte beleben“.

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