Rosenheim – Wie vielschichtig das Engagement der Ehrenamtlichen ist, wurde jetzt bei der Jahreshauptversammlung vom Trachtenverein Kaltentaler Pang deutlich. Vorsitzender Franz Haigermoser und Schriftführer Quirin Bachmaier ließen im Beisein der Stadträte Ulrike Plankl, Monika Fischbacher, Georg Kaffl und Josef Gasteiger das Vereinsjahr Revue passieren. Sie gingen auf die Veranstaltungen vom Heimat- und Ehrenabend im Mai bis hin zum Kirchweihfest im Oktober ein. Jugendleiter Martin Knobel ging auf die Saison der drei Nachwuchsgruppen ein, die zunehmend von Erfolg bei Wettbewerben gekrönt war und mit einem Bowling-Abend abgeschlossen wurde.
Vorplattler Sebastian Grießer berichtete von einem gut besuchten Sonnwendfest der aktiven Gruppe und einem abwechslungsreichen Ausflug nach Bozen, Bardolino am Gardasee und Innsbruck. Rund 50 Mitglieder waren der Einladung von Vorsitzendem Haigermoser in den Saal vom Kirchenwirt gefolgt, darunter Ehrenvorstand Andreas Gartner und Ehrenmitglied Adelheid Bucher. Zu kämpfen hat der Traditionsverein mit einem weiter sinkenden Kassenstand. Daraus machte Anna-Katharina Daxlberger keinen Hehl. Gründe sind der stellvertretenden Kassenwartin zufolge steigende Kosten, höhere Ausgaben sowie etliche wetter- und pandemiebedingte Ausfälle des Dorfabends als Haupteinnahmequelle in den letzten fünf Jahren.
Nach mehreren Wortmeldungen stimmte die Versammlung schließlich einer Erhöhung des Mitgliedsbeitrags von zehn auf 15 Euro zu. Ein Vorschlag nach einem milderen Anstieg wurde verworfen. Über den Zusatzantrag von Jugendwart Knobel, eine Gebühr auch für Kinder im Alter von sechs bis 16 Jahren in Höhe von zehn Euro einzuführen, soll im Herbst 2026 abgestimmt werden.
Auch eine jährliche Kleiderpauschale von 30 Euro und ein zusätzliches Pfand für das Ausleihen von Kindertrachten sollen diskutiert werden.
Einstimmig haben die Kaltentaler beschlossen, dass Stadtrat Georg Kaffl, langjähriger Vorsitzender und überzeugter Trachtler aus Westerndorf am Wasen, neues Ehrenmitglied wird. Erlafrid Hiltl, Vorsitzender des Bürgervereins Happing, bedankte sich für die Teilnahme am Leonhardiritt, Stadträtin Ulrike Plankl und Michael Paul jeweils für die Glückwünsche zum 70. Geburtstag. Kritik gab es daran, dass Veranstaltungen wie die Gauwallfahrt schlecht besucht waren.
Zudem wurde zur Teilnahme am Gottesdienst im Rahmen des Gaufests sowie an der Wortgottesfeier vor der Versammlung aufgerufen. „Wir stehen für Werte und die Kirche gehört da dazu“, fasste es Adelheid Bucher zusammen. Im Februar ist ein Faschingsfrühschoppen mit Schäfflertanz beim Kernzlhuber geplant, im September ein Nachholtermin für den verschobenen Vereinsausflug nach Nördlingen, so die zweite Vorsitzende Manuela Hehensteiger. Renate Buys, Zweite Inngau-Brauchtumswartin, machte auf überregionale Veranstaltungen in Niederbayern aufmerksam.
Der Versammlung vorangegangen war ein von rund 35 Mitgliedern besuchter Wortgottesdienst, den Gemeindereferentin Maria Leutgäb in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt zelebrierte. Das Gedenken an sechs verstorbene Mitglieder stand im Mittelpunkt. Für stimmungsvolle Musik sorgte das Duo „Goldsaiten-Klänge“. aez