Leistungsprüfung unter extremen Bedingungen

von Redaktion

Atemschutzgeräteträger stellen sich beim THW Rosenheim den Herausforderungen eines „Drohneneinschlags“

Rosenheim – Der Ortsverband Rosenheim richtete kürzlich die Abschlussprüfung zur Ausbildung Atemschutzgeräteträger des Technischen Hilfswerks aus. Die Teilnehmer kamen aus sieben Ortsverbänden aus dem südbayerischen Raum. Unter der Gesamtleitung von Daniel Ertl, Ausbildungsleiter der Regionalstelle Bad Tölz, wurde der Prüfungstag klar strukturiert und in zwei fordernde Testeinheiten gegliedert.

Dunkelheit

und Hindernisse

Am Vormittag traten die insgesamt 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der Atemschutzstrecke der Feuerwehr Bad Aibling an. Hier mussten sie unter realistischen Bedingungen zeigen, dass sie körperlich und mental den Anforderungen des Atemschutzeinsatzes gewachsen sind. Die Strecke forderte die Prüflinge mit engem Raum, Dunkelheit und simulierten Hindernissen. Alle Teilnehmenden konnten diesen Abschnitt erfolgreich absolvieren – ein Beleg für die solide Vorbereitung durch die jeweiligen Ortsverbände. Der praktische Teil am Nachmittag verlangte den angehenden Atemschutzgeräteträgern noch einmal alles ab.

Angenommen wurde ein Drohneneinschlag in ein Wohnhaus, dessen Struktur weitgehend zerstört war. Dichter Rauch erschwerte die Sicht, und zudem wurden zwei Kinder sowie eine Katze als vermisst gemeldet – eine Lage, wie sie auch im realen Einsatzfall denkbar wäre.

Unter der Führung von Gruppenführerin Michaela Weidlich aus dem Ortsverband Starnberg erfolgte die strukturierte Einteilung der Kräfte in die Bereiche Erkundung, Bergung und Absicherung. Die Teilnehmenden mussten in den Trupps nicht nur technische Fertigkeiten, sondern auch taktisches Verständnis und sicheres Vorgehen im Innenangriff unter Beweis stellen. Die Prüfung wurde durch ein erfahrenes Beobachterteam aus den Ortsverbänden Geretsried, Landsberg, Schongau, Rosenheim und Starnberg begleitet. Diese übernahmen die fachliche Bewertung, dokumentierten die Leistungsstände und sorgten für eine objektive Beurteilung der Prüflinge.

Trotz intensiver Vorbereitung gelang es nicht jedem Teilnehmenden, alle Bestandteile des anspruchsvollen Leistungstests zu bestehen.

Die Ergebnisse verdeutlichen, wie hoch die Anforderungen an Atemschutzgeräteträger im THW sind und welche Verantwortung diese Einsatzkräfte tragen.

Veranstaltung

dauerte drei Tage

Ausbildungsleiter Daniel Ertl zeigte sich dennoch insgesamt zufrieden mit dem Verlauf und dem Engagement während der dreitägigen Veranstaltung.

Die Einsatznähe der Prüfung, die enge Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Ortsverbänden und die professionelle Ausrichtung des Übungsszenarios sorgten für ein hohes Ausbildungsniveau. Mit der bestandenen Abschlussprüfung stehen dem THW nun weitere qualifizierte Atemschutzgeräteträger zur Verfügung – ein wichtiger Beitrag zur Einsatzbereitschaft und Sicherheit der Bevölkerung.Peter Huber

Artikel 1 von 11