Rosenheim – Wie gestaltet man eine erfolgversprechende Kandidatenliste für den Stadtrat? Sollen die amtierenden Stadträte nach vorne, wie immer? Die Freien Wähler/UP haben sich für ein Reißverschlussverfahren entschieden.
Zwischen die vier sich wieder bewerbenden Mandatsträger wurde jeweils ein neuer Kandidat gesetzt. Auch eine ausgewogene Platzierung von Männern und Frauen ist damit gegeben, wie die Wählervereinigung mitteilt. Auf eine Frau folgen jeweils zwei Männer.
Den Anfang auf der Kandidtenliste macht die Vorsitzende: Christine Degenhart belegt Listenplatz 1. Ihr folgen Oberbürgermeister-Kandidat Christopher Ehrenböck und Markus Dick auf Platz 2 und 3. Die Kauffrau Bettina Pan ist auf Platz 4 die nächste „Neue“. Auf den erst seit kurzem amtierenden Stadtrat Franz Reindl (Platz 5) folgt auf Platz 6 dann Verfahrensingenieur und Theatermacher Martin Niedermeier. Die Reihe der Stadträte schließt Dr. Beate Burkl (Platz 7) vor Christoph Hartl, der auf Platz 8 kandidiert.
„Fünf sind noch lange nicht genug!“: Unter diesem Motto startete Christine Degenhart den Wahlkampf in der Aufstellungsversammlung. „Wir haben es drauf, mit unserer Politik des Hinschauens, des Kooperierens und des Pragmatismus die Wählerinnen und Wähler für uns zu gewinnen“, zeigte sie sich überzeugt. Ein Wehrmutstropfen bei der Veranstaltung kam vonseiten von Robert Multrus: Er leitet aktuell die fünfköpfige Stadtratsfraktion der Freien Wähler/UP, wird aber bei der kommenden Kommunalwahl nicht mehr antreten.
Christine Degenhart würdigte ihn als prägende Persönlichkeit der Freien Wähler/UP, als Ratgeber, Initiator und bestens vernetzten Fraktionschef. „Drei Wahlperioden sind genug“, erklärte Multrus. Er zeigte sich überzeugt von dem Modell der Abwechslung zwischen etablierten und neu hinzugekommenen Personen. „Die Währung der Verjüngung sind nicht nur die Lebensjahre, sondern neue, unverblümte Ideen“, sagte er. Degenhart dankte Multrus für sein Engagement und für die vertrauensvolle Zusammenarbeit, was die Versammlung mit Applaus unterstrich. re