Rosenheimer Adventsbus bricht Fahrgastrekord

von Redaktion

An den vier Adventssamstagen nutzten 19.346 Menschen das kostenlose Busangebot

Rosenheim – Der Adventsbus in Rosenheim hat an den vier Adventssamstagen 2025 so viele Menschen befördert wie nie zuvor und sich damit als Publikumsmagnet im vorweihnachtlichen Stadtverkehr erwiesen.

Nach Angaben der Verkehrsgesellschaft Rosenheim nutzten insgesamt 19.346 Fahrgäste das kostenlose Busangebot an den Adventssamstagen im Stadtgebiet, was je nach Samstag einer Steigerung von 54 bis 80 Prozent gegenüber einem normalen Samstag mit durchschnittlich 2.828 Fahrgästen entspricht. Den Spitzenwert erreichte der dritte Adventssamstag mit 5.092 Fahrgästen.

Neues Konzept
als Erfolg gewertet

Auf der Sonder-Linie 419 wurden an den Adventssamstagen insgesamt 1.337 Fahrgäste gezählt, wobei hier am vierten Adventssamstag mit 498 Fahrgästen der Spitzenwert erreicht wurde.

Das Citymanagement Rosenheim unter der Leitung von Geschäftsführerin Kathrin Schrubar sowie Harald Bühler, Sprecher der IG Aicherpark, sehen das überarbeitete Konzept vor dem Hintergrund dieser Zahlen als deutlichen Erfolg.

Die bisherige Einzellinie im 30-Minuten-Takt sei aus betrieblichen und organisatorischen Gründen auf zwei gegenläufige Linien im Stundentakt mit versetzten Abfahrtszeiten umgestellt worden. „Durch diese Neuerung mussten die Fahrgäste nicht mehr den kompletten Ring mitfahren, sondern konnten auch in die Gegenrichtung wechseln“, erklären die Verantwortlichen.

Nach Angaben von Jean-Luc Rohner, Referent für Fahrgastinformation bei der Verkehrsgesellschaft Rosenheim, trug der Einsatz eines zweiten Busses zudem dazu bei, die angespannte Verkehrslage an den Adventssamstagen zu entschärfen und die Fahrzeiten für die Fahrer angenehmer zu gestalten. Die Busse seien – abgesehen von einzelnen Verspätungen im Bereich von ein bis drei Minuten – pünktlich gewesen.

Tombola im Bus
kam gut an

Auch die Streckenführung wurde erweitert. Neu in das Angebot aufgenommen wurden Haltestellen in Westerndorf St. Peter, am Klinikum, an der Ebersberger Straße, an der Technischen Hochschule sowie zusätzliche Haltestellen im Aicherpark. Diese neuen Stationen sind nach Angaben der Verkehrsgesellschaft gut genutzt worden, insbesondere die Haltestelle an der Hochschule mit insgesamt 119 Zustiegen. Deutlich weniger frequentiert blieben dagegen die Haltestellen Aising-Schönau sowie die Haltestellen in der Schwaig an der Miesbacher Straße und an der Alten Land-/Hohenofener Straße.

Zusätzliche Attraktivität erhielt das Angebot der Sonder-Linie 419 durch eine Tombola im Bus, die durch Sachspenden von 30 Rosenheimer Einzelhändlern ermöglicht wurde. Die Aktion kam bei den Fahrgästen so gut an, dass manche nach einem zweiten Los fragten oder kurzerhand hinten ausstiegen und vorne wieder einstiegen, so die Verantwortlichen.

Auch die Tatsache, dass die Adventsbusse der Sonderlinie festlich geschmückt waren, erhielt Lob von den Fahrgästen. Rohner betont, die Fahrgäste hätten die Dekoration sehr pfleglich behandelt, weshalb eine Fortführung der Aktion im kommenden Jahr sehr wahrscheinlich ist. Trotz anfänglicher Missverständnisse in der Kommunikation hat sich der Adventsbus aus Sicht der Verkehrsgesellschaft Rosenheim gelohnt, die Fahrgäste hätten das Angebot gut angenommen. Insbesondere auch für Menschen aus dem Umland sei das kostenlose Busangebot attraktiv gewesen.

Kathrin Schrubar vom Citymanagement bezeichnete den Adventsbus als ein Beispiel dafür, wie Tradition und Innovation Hand in Hand gehen können. Eine Fortführung des Konzepts ist aus Sicht des Citymanagements und der Verkehrsgesellschaft Rosenheim wünschenswert.

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