4.000 Techno-Fans feiern beim Festival „Kaltstart“

von Redaktion

Polizei zieht nach Kontrollen eine erste Bilanz – Gelungene Festival-Premiere in ausverkaufter Auerbräu-Festhalle

Rosenheim – Während die Veranstalter mit den Aufräumarbeiten beschäftigt sind, hat man bei der Rosenheimer Polizei die Zeit genutzt, um eine erste Bilanz zu ziehen. „Im Großen und Ganzen ist die Veranstaltung gut gelaufen“, sagt Hauptkommissar Robert Maurer. Die Rede ist vom „Kaltstart“-Festival in der Auerbräu-Festhalle.

Polizei war
gut vorbereitet

4.000 Techno-Fans hatten sich angekündigt, Grund genug für die Rosenheimer Polizei, sich intensiv auf die Veranstaltung vorzubereiten. „Nachdem wir im Spätsommer von den Plänen erfahren haben, haben wir sowohl mit der Stadt als auch mit dem Veranstalter Kontakt aufgenommen“, sagt Maurer. Dieses Vorgehen sei nicht unüblich und werde unter anderem auch beim Rosenheimer Sommerfestival so gehandhabt.

Da es ein Techno-Festival in Rosenheim aber in dieser Form noch nicht gegeben hat, habe es noch einige zusätzliche Gespräche gegeben. Am Ende entschieden sich Maurer und seine Kollegen dazu, Kontrollen in zwei Bereichen durchzuführen. Zum einen wurde der Verkehr überwacht, zum anderen wurden Festivalbesucher kontrolliert. „Wir haben beispielsweise geschaut, ob alle Autofahrer verkehrstüchtig sind“, sagt Maurer.

So wurden insgesamt 127 Verkehrskontrollen durchgeführt. Das Fazit fällt positiv aus. „Ein Großteil der Besucher ist mit dem ÖPNV oder Taxis angereist“, sagt Maurer. Lediglich drei Autofahrer mussten aus dem Verkehr gezogen werden, da sie unter Drogen- beziehungsweise Alkoholeinfluss standen.

Etwas mehr zu beanstanden gab es mit Blick auf Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz. „Hier gab es insgesamt 17 Verstöße, hauptsächlich mit Amphetamin“, sagt Hauptkommissar Maurer. Einer der Festivalbesucher wurde zudem beim Handeln erwischt.

Veranstalter sind
„wirklich sehr zufrieden“

Trotz der Verstöße fällt das Fazit der Polizei positiv aus: „Im Umfeld der Auerbräu-Festhalle hatten wir beispielsweise keine Störungen“, sagt Hauptkommissar Robert Maurer. So habe es rund um das Festivalgelände weder Körperverletzungen noch Streitereien oder stark betrunkene Personen gegeben.

Und auch die Veranstalter zeigen sich positiv: „Wir sind wirklich sehr zufrieden. Dass direkt zur Premiere so viele Leute gekommen sind, hat uns riesig gefreut“, sagt Xaver Räpple, einer der beiden Veranstalter auf OVB-Anfrage. „Natürlich ist man beim ersten Mal immer gespannt, ob die Planung aufgeht, aber die Abläufe haben super funktioniert und das Feedback der Besucher war durchweg positiv. Ein toller Einstand für uns.“

Den Gästen habe besonders die Mischung auf dem Festival gefallen. „Auf der einen Seite bekannte Künstler, die man unbedingt live sehen wollte, und auf der anderen Seite eine richtig gute Produktion direkt hier in Bayern“, sagt Räpple. „Die Leute haben es genossen, erstklassige Live-Acts in dieser besonderen Atmosphäre zu erleben, ohne dafür weit wegfahren zu müssen.“ Nennenswerte Zwischenfälle habe es ihm zufolge nicht gegeben. „Es verlief absolut friedlich und entspannt“, sagt Räpple. Das zeige, dass das Konzept der Organisatoren aufgegangen sei, „und wir ein tolles Publikum am Start hatten“.

„Kaltstart“ 2027?
Das sagen die Veranstalter

Ob es das Festival auch im kommenden Jahr noch einmal geben wird, dazu halten sich die Veranstalter noch bedeckt. Aber: „Die Resonanz war natürlich ein riesiger Motivationsschub für uns.“ Nun lasse man das Festival erst einmal in Ruhe Revue passieren und gehe in die Nachbereitung. „Aber so viel sei verraten“, sagt Räpple, „wir sind im Hintergrund bereits am Planen und haben definitiv Lust auf eine Fortsetzung. Mehr verraten wir aber erst, wenn alles spruchreif ist.“ Anna Heise/Patricia Huber

Artikel 5 von 11