„Ein Ort der sportlichen Selbstentfaltung“: Spatenstich für „Bridge 15“

von Redaktion

Neuer Sportpark für Kletterer und Skater entsteht unter der Westtangenten-Brücke im Aicherpark

Rosenheim – Ein wenig überrascht war Oberbürgermeister Andreas März doch. „So viele Menschen sind bisher noch nie zu einem Spatenstich in Rosenheim gekommen“, sagte er, während er die rund 80 Gäste unter der Brücke an der Westtangente im Aicherpark begrüßte. Danach setzte er sich einen roten Helm auf, nahm einen Spaten in die Hand und rammte diesen in die Erde vor einem bunt beleuchteten Brückenpfeiler. Denn es ist nicht irgendeine Brücke in Rosenheim: An der Stelle entsteht das „wegweisende Projekt“ „Bridge 15“.

Finanzierung über Spenden
und Sponsorengelder

Das neue Action-Sportzentrum wird ab sofort direkt unter der Ausfahrt Kolbermoor/Rosenheim der Westumfahrung gebaut – auf über 1.600 Quadratmetern. Zusammen mit der Bürgerstiftung errichtet die Stadt dort ein Areal für Streetsoccer, Basketball, eine Boulderwand zum Klettern und eine Fläche zum Skaten.

„Mit ‚Bridge 15‘ schaffen wir einen Ort zur sportlichen Selbstentfaltung für alle Actionsportler, aber speziell natürlich für unsere Kinder und Jugendlichen“, betonte der Oberbürgermeister. Das zeige zusammen mit den rund 30 anderen Outdoor-Anlagen in der Stadt, dass Rosenheim eine Sportstadt ist. Bezahlt wird die neue Sportfläche fast ausschließlich über Spenden- und Sponsorengelder. „Ich bedanke mich ausdrücklich bei unseren vielen Spendern und Sponsoren, ohne die das Projekt nicht verwirklicht werden könnte“, sagte März.

„Ein Prestigeprojekt
für die Stadt“

Er erinnerte aber auch daran, dass sich der Dank genauso an die Stadt Kolbermoor und das Staatliche Baumamt richtet, da der Bereich unter der Brücke dem Bund gehört und zum Teil auch auf Kolbermoorer Grund liegt.

Die gemeinsame Umsetzung hob auch Christian Hlatky, Geschäftsführer der Bürgerstiftung Rosenheim, hervor. „Das Besondere an dem Projekt ist, dass wir alles zusammen geschafft haben und es so zu einem Prestigeprojekt für die Stadt geworden ist.“ Das hänge auch mit der Lage des neuen Action-Sportzentrums zusammen. „Die Lage ist ideal: Gut erreichbar mit dem Auto, dem Bus oder dem Zug und eine sinnvolle Nutzung einer sonst schwer zu gestaltenden Fläche“, sagte Andreas März. Mit „Bridge 15“ werde der sonst „nicht ganz so schöne Platz“ nun aber ein „besonderer Platz“. Und das sei wichtig, stellte der Oberbürgermeister klar, schließlich sei die Stelle der „Eingang in unsere Stadt aus dem Westen“. Allerdings soll die neue Freizeitanlage nicht nur lässig aussehen, sie soll auch vielfältig genutzt werden können. Wenn es im Sommer heiß sei, könne man dennoch im Schatten der Brücke Sport treiben. Genauso sei die Lage ein Vorteil, wenn es regnet. Hinzu komme, dass das Konzept mit Streetart auf dem Areal abgerundet wird.

Ende des Jahres
soll die Anlage fertig sein

Wo bislang noch viel Schotterfläche zu sehen ist, Erdhaufen aufgeschüttet ist und Bauzäune aufgestellt sind, sollen künftig nicht nur die Sportanlagen entstehen, sondern auch 15 Sitzgelegenheiten, Trinkwasserspender, inklusive Zugänglichkeit, Beleuchtung und öffentliche, behindertengerechte Toiletten. So ist sich Andreas März sicher, dass das neue Action-Sportzentrum „einzigartig“ wird. „Vielen Dank, dass Sie sich alle von dieser Idee haben anstecken lassen“, sagte er.

Wenn alles nach Plan läuft, soll „Bridge 15“ spätestens bis Ende des Jahres fertiggestellt sein. Julian Baumeister

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