Rosenheim – Eine wunderbare Reise durch 13 Jahre Ballettforum-Rosenheim erlebten viele Ballettfreunde aus nah und fern kürzlich im Novalishaus in Bad Aibling. Nach zwei Stunden bezaubernder Momente gab es reichlich Beifall für die vielen jungen Akteure.
In einer Zeit, in der immer weniger Kinder sich bewegen und Mobbingerfahrungen steigen, können sich Kinder beim Ballett entfalten, soziales Verhalten und „Soft-Kills“ entwickeln und die Barrieren zwischen sozialen Schichten minimieren.
„Offene Bühne“ ist
ein Herzensprojekt
Im Team des Ballettforums Rosenheim können Jugendliche bereits ab fünf Jahren in die faszinierende Welt des Tanzes einsteigen. „Tanz fördert das Selbstvertrauen und stärkt das Selbstbewusstsein“, sagte Inhaberin Mariannne Bröder. Starke, motivierte und selbstbewusste Kinder durch professionellen Tanzunterricht ohne Drill – das ist ihr Motto. Und was die jungen Tänzer seit der Eröffnung im Jahre 2013 gelernt haben, zeigten sie nun, teilweise schon als Erwachsene, auf der Bühne im Novalishaus.
Es begann mit der „offenen Bühne“, ein Herzensprojekt von Bröder. Jedes Kind darf hier zeigen, was es möchte, unabhängig vom Alter oder der Erfahrung. Auch Kinder, die nicht Mitglied im Ballettforum sind, können hier auf der Bühne stehen. Einzige Bedingung: Das Stück wird vollständig ohne Hilfe eines Erwachsenen erarbeitet.
Musikauswahl und Choreografie liegen voll in der Verantwortung der Kinder. Und die Auftritte der jugendlichen Tänzer waren geprägt von Kreativität und Einfallsreichtum. Junge Persönlichkeiten, die auf der Bühne strahlten und dafür auch jeweils den verdienten Applaus erhielten.
Im Anschluss zeigte dann die Dance Company ihre Lieblingsstücke. Und auch hier war es ein tanzender Streifzug durch viele Jahre Ballettforum. Die vielen Tänzer zeigten in jedem Moment auf der großen Bühne, was in ihnen steckt. Und viele, die mit zehn Jahren das erste Mal auf der Bühne standen, standen nun an diesem besonderen Tag mit 18 Jahren ein letztes Mal dort. Deshalb gab es nach der eindrucksvollen Vorführung auch so manche kleine Träne. Doch der enorme Applaus für die Darbietungen überwog das.