Zum Bericht „Große Pläne für den Bereich rund um den Salingarten“ (Lokalteil):
Anders als die Verantwortlichen im Stadtrat halte ich es für einen großen Fehler, den Busverkehr aus der Münchener Straße auszusperren um die Fußgängerzone zu vergrößern. Das könnte den Todesstoß für die dort ansässigen Geschäfte bedeuten. Schaut man sich die Heilig-Geist-Straße und den Max-Josefs-Platz an, muss man leider beobachten, dass sich außerhalb der Gastronomie in den meisten Geschäften nur vergleichsweise wenig Kunden aufhalten.
Anders am Atrium. Hier wimmelt es aufgrund der Bushaltestelle (meiner Meinung nach übrigens die wichtigste in ganz Rosenheim) förmlich von Menschen, wovon natürlich auch die Geschäfte profitieren. Wäre es daher nicht sinnvoller, zwar den Individualverkehr vor dem Salingarten auszusperren, aber die Busse nicht nur weiter durchfahren zu lassen, sondern vielmehr die Bushaltestelle „Gillitzerstraße“ an den Beginn dieses Straßenabschnitts zu verlegen und ALLE BUSSE, sprich auch die Regionalbusse, dort halten zu lassen? Dies würde nicht nur den Straßenabschnitt gegenüber des Salingartens und den Salingarten selbst sofort beleben, sondern auch der bereits bestehenden Fußgängerzone zwischen Max-Josefs-Platz und „Galeria“ sowie dem dann fußläufig viel besser zu erreichenden „Stadtcenter“ zugute kommen. Für eine lebendige Innenstadt müssen die Menschen diese auch bequem erreichen können – und das am besten, ohne dafür ins Auto steigen zu müssen. Den ÖPNV auszusperren und an der Stadt vorbei zu leiten erscheint mir da höchst kontraproduktiv.
Bella Ars
Stephanskirchen
Wieder gibt es neue Überlegungen: Der Busverkehr wird über die Samerstraße umgeleitet, wobei mit erheblichem Aufwand vor nicht allzu langer Zeit die Straße verengt wurde, jetzt müsste ein Rückbau erfolgen mit hohen finanziellen Kosten und Wegfall der Haltestelle Atrium! Die Umleitungsroute Kufsteiner Straße – Reifenstuelstraße – Salinstraße ist verkehrstechnisch schwierig und es müssten Parkplätze entfernt werden. Durch die dann längeren Fahrzeiten wird der ÖPNV sicher nicht attraktiver und der Individualverkehr noch mehr eingeschränkt. Das wird sicherlich die Münchener Straße nicht aufwerten! Es ist nicht nachvollziehbar warum es nicht wie in vielen anderen Städten ein Nebeneinander von Bus, Fußgänger und Radfahrer geben kann, wenn es vernünftig organisiert wird und nicht halbherzig wie beim ersten Versuch.
Ludwig Reitmair
Rosenheim