Rosenheim – Mit dem Leitmotiv „Rosenheim kann mehr – diese Stadt ist ein Juwel“ hat die SPD ihr Wahlprogramm für die Kommunalwahl vorgestellt. Ziel ist es, Rosenheim als lebenswerte, gerechte und zukunftsfähige Stadt für alle weiterzuentwickeln, wie die Partei mitteilt.
Der Parteivorsitzende und Oberbürgermeisterkandidat Abuzar Erdogan erklärte bei der Präsentation, Rosenheim sei zwar eine starke Stadt, doch dürfe man sich nicht mit dem Status quo zufriedengeben. Grundlage des Programms ist der Anspruch, eine Stadtgesellschaft zu schaffen, in der alle Menschen Gehör finden und ihre Perspektiven einbringen können. Besonderes Augenmerk legt die Partei auf Kinder und Jugendliche, deren Bedürfnisse nach ihrer Überzeugung stärker in politische Entscheidungen einfließen müssten.
Wirtschaftspolitisch setzt die SPD auf verlässliche Rahmenbedingungen für gute Arbeit. Dazu zählten bezahlbarer Wohnraum sowie hochwertige und verlässliche Kinderbetreuung. Beides seien entscheidende Faktoren dafür, dass Fachkräfte in Rosenheim bleiben oder bewusst kommen.
Als besonders dringlich bewertet die SPD die Entwicklung der Innenstadt. Der aktuelle Zustand, insbesondere rund um die Münchener Straße und das Atrium, erfordere ein beherztes Engagement der Stadtpolitik. Die Partei will hier einen Schwerpunkt setzen, um Sicherheit, Attraktivität und Aufenthaltsqualität zu verbessern. Geprüft werden sollen eine Fußgängerzone in der Münchener Straße sowie neue Konzepte zur Verkehrsberuhigung.
Dritte Bürgermeisterin Gabriele Leicht hob hervor, die Innenstadt sei das Herz Rosenheims. Wenn man sie stärke, stärke man Einzelhandel, Gastronomie und gesellschaftliches Leben.
Auch die Mobilität bleibt zentraler Bestandteil des Programms. Die SPD setzt auf eine bessere Organisation des Verkehrs, den Ausbau von Bus-, Rad- und Fußwegen sowie ein ganzheitliches Konzept für die Innenstadt. In diesem Zusammenhang kann sich die Partei ein Einbahnstraßenkonzept vorstellen, um den Verkehrsfluss zu verbessern und mehr Raum für Menschen zu schaffen.
Mit Blick auf die Demografie macht die SPD deutlich, dass Rosenheim zugleich jünger und älter wird: Die Zahl der Senioren wächst und die Stadt gewinnt als Hochschulstandort für Studierende an Attraktivität. Daraus leite sich der Auftrag zu einer generationenübergreifenden Politik ab. Jonah Werner, Kandidat auf Listenplatz drei, betonte, eine Stadt funktioniere dann am besten, wenn alle Generationen mitgedacht würden.
Abschließend unterstrich Erdogan den Anspruch, generationenübergreifende Politik nicht als Schlagwort, sondern als Auftrag zu verstehen. Die Partei wolle eine Stadt, die Chancen eröffnet – für Kinder, Familien, Berufstätige, Studierende und Senioren gleichermaßen.