„Verlässlicher Anker“ für den Brandschutz in Rosenheim

von Redaktion

Feuerwehr Aisingerwies-Oberwöhr feiert Ehrenvorstand Ludwig Manhart – „Tag der offenen Tür“ als Höhepunkt

Rosenheim – Mit einem starken Blick in die Zukunft und einer besonderen Ehrung hat die Feuerwehr Aisingerwies-Oberwöhr bei ihrer 71. Jahresversammlung im Gerätehaus auf ein ereignisreiches Jahr 2025 zurückgeblickt. Wie aus der Mitteilung der Feuerwehr hervorgeht, standen neben der hohen Einsatzbereitschaft vor allem die erfolgreiche Nachwuchsarbeit und die Würdigung eines langjährigen Mitglieds im Mittelpunkt.

Vorstandsvorsitzender Maximilian Steinhart begrüßte zahlreiche Mitglieder und Gäste, darunter Oberbürgermeister Andreas März und Stadtbrandrat Hans Meyrl. In seinem Bericht schilderte Steinhart ein lebendiges Vereinsjahr. Der Verein sei ein fester Bestandteil der Gemeinschaft, die Kameradschaft habe bei vielen gesellschaftlichen Anlässen im Vordergrund gestanden.

Kommandant Marco Langer zog eine positive Bilanz für die aktive Wehr. Die Einsatzzahlen in 2025 lagen mit 70 deutlich unter dem Vorjahreswert. Ein besonderer Höhepunkt war der „Tag der offenen Tür“, der nach rund 25 Jahren wieder veranstaltet wurde und auf reges Interesse in der Bevölkerung stieß. Auch bei der Ausbildung zeigte sich ein hohes Engagement: Neben dem regulären Übungsdienst absolvierten 16 Kameraden erfolgreich eine Leistungsprüfung, vier neue Kräfte schlossen ihre Grundausbildung ab. Mit derzeit 61 aktiven Mitgliedern sieht sich die Feuerwehr personell gut aufgestellt. Als besonderes Aushängeschild hob die Versammlung die Nachwuchsarbeit hervor. Die Kinderfeuerwehr unter der Leitung von Franziska Krammer ist mit 23 Kindern voll besetzt. Die Gruppe erlebte ein abwechslungsreiches Jahr mit Ausflügen zum Technischen Hilfswerk Rosenheim und einer Bootsfahrt auf dem Chiemsee. Auch die Jugendgruppe mit neun Jugendlichen zeigte sich sehr aktiv: Jugendwart Maximilian Bauer berichtete von fast 300 geleisteten Übungsstunden und zwei erfolgreich bestandenen Prüfungen.

In seinen Grußworten bezeichnete Oberbürgermeister Andreas März die Feuerwehr als „verlässlichen Anker in der Sicherheitsarchitektur der Stadt“. Er hob hervor, dass es nicht selbstverständlich sei, alles stehen und liegen zu lassen, um anderen zu helfen. Besonderen Dank richtete er an die Familien, die häufig auf ihre Angehörigen verzichten müssten. Die Anforderungen an die Wehr nähmen zu, da Einsätze durch Starkregen, Hochwasser oder komplexe technische Hilfeleistungen immer anspruchsvoller würden. Den Kameraden wünschte er, dass sie stets unversehrt von ihren Einsätzen zurückkehren. Nach den Wahlen der neuen Vertrauensleute folgte der emotionale Höhepunkt des Abends: Die Versammlung ernannte Ludwig Manhart einstimmig zum Ehrenvorstand. Ein Mitglied hatte den Antrag während der Sitzung gestellt und an Manharts 25-jährige Dienstzeit als Vorsitzender erinnert. In dieser Zeit habe er unzählige herausragende Dienste für den Verein geleistet. Beispielhaft wurde die große Aufstockung und Erweiterung des Feuerwehrhauses genannt, die maßgeblich in seine Amtszeit fiel. Auch heute ist Manhart noch jede Woche zur Stelle, kümmert sich um die Verpflegung nach den Übungen und unterstützt die aktuelle Führung mit seinem Erfahrungsschatz.

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